10. Januar 1962 (Dieter Jacobs wird 50)
Dieter Jacobs wurde am 10. Januar 1962 im oberbergischen Waldbröl geboren. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er in den verschiedenen Jugendmannschaften des TuS Brüchermühle. Nach seinem Sprung vom Jugend- in den Seniorenbereich gehörte er über Jahre hinweg zu den Stammspielern in der 1. Mannschaft. Nach wechselhaftem Erfolg mit Auf- und Abstiegen zwischen der Kreisliga B und A gelang ihm am Ende der Spielzeit 1983 / 84 unter Trainer Roland Golombeck zunächst der erneute Aufstieg in die Kreisliga A und am Ende der Spielzeit 1989 / 90 unter Trainer Jürgen Thönes der erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga Mittelrhein. Zwei Jahre konnte sich der TuS in dieser Klasse halten, ehe man am Ende der Spielzeit 1991 / 92 als Tabellenletzter wieder in die höchste oberbergische Klasse zurückkehren musste.
Auch in den nächsten Jahren gehörte Jacobs zum Stammpersonal beim TuS, jedoch zeigte er seine fußballerisches Vermögen immer öfter in der Reservemannschaft. So war es letztlich auch nicht verwunderlich, dass er seine erste Trainerstelle ebenfalls beim TuS hatte. Zu Beginn der Spielzeit 1995 / 96 wurde er Spielertrainer der 1. Mannschaft, die jedoch vom Glanz früherer Zeiten viel eingebüßt hatte und von daher von Anfang an gegen den Abstieg spielte. Zur Winterpause beendete er dann nach weit mehr als 20 Jahren sein Engagement in Brüchermühle
Zu Beginn der Spielzeit 1996 / 97 wurde Jacobs Trainer beim TuS Homburg-Bröltal, die zu diesem Zeitpunkt in der Kreisliga B Oberberg spielten. Bereits in zweiten Jahr belegte man hinter der Reservemannschaft des SV Morsbach den 2. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A Oberberg auf.
Nur zwei weitere Jahre später stand Bröltal das erste Mal im Endspiel um den Kreispokal Oberberg, musste sich dem Ligakonkurrenten TuS Derschlag jedoch mit 1:2 geschlagen geben. Am Ende dieser Spielzeit stand der TuS in der Endtabelle jedoch vor dem Derschlagern auf dem 1. Tabellenplatz und stieg damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga Mittelrhein auf.
Weiter im zwei-Jahren-Rhythmus; am Ende der Spielzeit 2001 / 02 belegte der TuS den letzten Tabellenplatz und stieg damit wieder in die Kreisliga A ab. In diesem Jahr stand Jacobs mit fast 40 Jahren noch mehrfach für die Reservemannschaft auf dem Platz.
Entgegen der Tradition wartete der TuS diesmal nur ein Jahr und belegte am Ende der Spielzeit 2002 / 03 in der Staffel Ost mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz. In zwei Entscheidungsspielen setzte man sich dann gegen den Meister der Staffel West, dem TV Hoffnungsthal durch, womit man wieder in der Bezirksliga spielen konnte. In dieser erfolgsverwöhnten Spielzeit wurde der TuS auch zum ersten Mal Kreispokalsieger, als man den TuS Immekeppel mit 4:1 nach Verlängerung besiegte. In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal zeigte sich der Oberligist Fortuna Köln als zu übermächtig, so dass man mit 1:6 verlor
In der Spielzeit 2004 / 05 gab es für Jacobs die nächsten Höhepunkte. Zunächst gewann man durch ein 2:0 gegen den VfR Wipperfürth den Kreispokal Berg. In der 1. Runde um den Mittelrheinpokal gelang den Bröltalern indes die große Sensation, als man den Traditionsverein Viktoria Köln durch einen 2:0 Erfolg auf eigenem Platz nach Hause schickte. Im Achtelfinale erwartete man dann die Amateure von Bayer 04 Leverkusen, doch die drei Klasse höher spielenden Oberligisten erwiesen sich bei der 0:2 Niederlage doch als zu stark.
Die Bröltaler sind seit zehn Jahren in der Bezirksliga. Dabei spielen sie meistens eine gute Rolle, überragende Spiele wechseln sich zuweilen ab mit unerklärlichen Niederlagen. Vom Potential her standen sie kurz davor, den nächsten Schritt zu schaffen, doch gelang der entscheidende Sprung unter der Trainerlegende Jacobs nicht. Am Ende der vergangenen Spielzeit, in der man lange ganz vorne stand, fehlte die Frische und das stets notwendige Glück. Die letzten vier Spieltage hätte man sich bessr gespart. In dieser Spielzeit zeigte die Mannschaft bislang leider noch nicht das, wozu sie in der Lage ist.
In der Winterpause übergab Jacobs einen Teil seiner Trainergeschäfte bereits seinem Nachfolger Thorsten Nehrbauer. Im Sommer wird Jacobs seinen scheinbar fest zementierten Platz an der Trainerbank endgültig räumen.
Fünfzig Jahre alt, fast vierzig Jahre Fußball, und nur zwei Vereine, Respekt!
23. November 1961 (Volker Küchenmann wird 50)
Volker Küchemann wurde am 23. November 1961 im oberbergischen Nümbrecht geboren. Mit knapp elf Jahren wurde er Mitglied bei der TuRa Dieringhausen, wo er in den Jahren sämtliche Jugendmannschaften durchlief.
Bereits 1981, im Alter von 20 Jahren gehörte Küchemann zu den Gründungsmitgliedern der ersten Mädchenmannschaft im Verein, selbstverständlich erklärte er sich dann auch bereit, die jungen Talente zu trainieren..
Seinen ersten Erfolg im Seniorenbereich errang er am Ende der Spielzeit 1982 / 83. Die TuRa belegte in der Kreisliga B Oberberg mit sechs Punkten Vorsprung auf den TuS Weiershagen-Forst den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A Oberberg auf.
Küchemann wechselte aber noch eine Spielklasse höher, als er sich beim SV Morsbach anmeldete, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Ein erstes Erlebnis hatte er, als Morsbach in einem Freundschaftsspiel gegen den griechischen Erstligisten Iraklis FC Saloniki , der vom ehemaligen Schalker Bundesligaspieler Friedel Rauch trainiert wurde, nur 0:3 unterlagen. Eine weitere, jedoch wesentlich bittere, Niederlage erfolgte kurz darauf, als der SV im Endspiel um den Kreispokal Oberberg dem TSV Ründeroth mit 1:2 unterlag. Küchemann blieb ein Jahr in der Republik, ehe er zum Ligakonkurrenten TSV Ründeroth wechselte.
Die Spielzeit 1984 / 85 war für den Verein jedoch ein absolutes Seuchenjahr und so stand der Abstieg in die Kreisliga A Oberberg bereits frühzeitig fest.
Zur folgenden Spielzeit kehrte Küchemann dann zur TuRa zurück, die sich ihrerseits anstrebte, endlich wieder an die großen Erfolge der 60er Jahre anknüpfen zu wollen. Am Ende dieser Spielzeit belegte die TuRa mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV Wildbergerhütte den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf. Drei Jahre lang konnte man sich in dieser Klasse halten, ehe am Ende der Spielzeit 1988 / 89 doch wieder der bittere Gang in die höchste oberbergische Liga erfolgte. Küchemann blieb dem Verein dennoch treu und stand auch weiterhin im Kader der 1. Mannschaft.
Zur Spielzeit 1986 / 87 waren seine Mädchen inzwischen alt genug geworden, um als Frauenmannschaft aufzulaufen. Küchemann blieb auch hier ihr Trainer.
Nebenher fand Küchemann den Weg ins Funktionärswesen. Im Jahr 1989 wurde er erstmals in das Amt eines Beisitzers im Kreisjugendausschuss des Fußballkreises Oberberg gewählt. Diese Funktion sollte Küchemann viele Jahre lang ausüben.
Drei Jahre später wurde er zudem Jugendübungsleiter des Fußballkreises Oberberg. Auch in dieser Funktion war Küchemann über Jahre hinweg tätig.
Am 5. Dezember 1993 übernahm Küchemann für Werner Konopka sein erstes Traineramt bei den Männern, natürlich auch bei der TuRa. Doch trotz allen Engagements konnte er am Saisonende den Abstieg in die Kreisliga B Oberberg nicht verhindern
Auf der Jahreshauptversammlung der TuRa erhielt Küchemann dann einen weiteren Aufgabenbereich. Diesmal ließ er sich von den Mitgliedern zum Geschäftsführer wählen.
Im Verlauf des Jahres wurde er als Nachfolger von Frank Lagier neuer Technischer Obmann für den Jugendbereich des Fußballkreises Oberberg
Diese beiden Funktionen übte er in den nächsten Jahren sehr erfolgreich aus.
Was einen wirklich guten und motivierten Trainer auszeichnet, der bereit ist für seinen Verein auch wirklich alles zu geben, zeigte Küchemann am 3. September 1999, als er Silvia Wirths, eine seiner besten Spielerinnen heiratete und somit langfristig binden konnte.
Am Ende der Spielzeit 2003 / 04 belegte die Frauenmannschaft in ihrer Staffel zwar den 3. Tabellenplatz. Da jedoch der Tabellenzweite Teutonia Weiden von seinem Aufstiegsrecht kein Gebrauch machte, rückte die TuRa nach und stieg damit unverhofft in die Regionalliga West auf. Diese war im Frauenfußball die zweithöchste Spielklasse in Deutschland. Jedoch war die Regionalliga für die Mannschaft dann doch eine Nummer zu groß, und so kehrte man nach einem Jahr wieder in die Verbandsliga zurück.
Küchemann war in dieser Zeit abermals Geschäftsführer der Fußballabteilung der TuRa Dieringhausen.
Am 10. März 2004 kam es auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung der TuRa Dieringhausen bei der Wahl des Abteilungsleiters zu einer Kampfabstimmung. Dabei erhielt Küchemann 61 Ja-Stimmen, sein Gegenkandidat Dirk Helmenstein nur 10 Stimmen, bei sechs Enthaltungen und 27 ungültigen Stimmen.
So bekleidete Küchemann in den folgenden Jahren das Amt des Leiters der Fußballabteilung und war zudem Trainer der Frauenmannschaft.
Am 29. August 2005 trat Küchemann völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Trainer der Frauenmannschaft zurück. In einem Gespräch mit den Spielerinnen habe er festgestellt, dass „die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr stimmt. Ich hatte das Gefühl, dass man mir teilweise nicht mehr richtig zuhört. Deshalb habe ich die Konsequenzen gezogen.“
Auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung der TuRa Dieringhausen am 7. März 2008 stellten sich Volker Küchemann und Frank Petersdorf nicht mehr zur Wahl, so dass seine Zeit bei der TuRa nach 36 Jahren fast ununterbrochenen Engagements beendet war.
Im Verlauf der Spielzeit 2009 / 10 übernahm Küchemann für ein halbes Jahr des Training der Frauenmannschaft des FC St. Augustin, wo er dann seine Frau Silvia, die dort bereits länger aktiv war, im Training endlich wieder schikanieren konnte.
Seitdem genießt Küchemann seine „offiziell“ fußballlose Freizeit mit seinen Kindern.
9. November 1951 (Theo Boxberg wird 60)
Theo Boxberg wurde am 9. November 1951 im bergischen Wipperfürth geboren. Seine fußballerische Ausbildung holte er sich in der Jugendabteilung der DJK SSV Süng. Nach seinem Sprung in den Seniorenbereich lief er sofort für dessen 1. Mannschaft auf, die damals in der 2. Kreisklasse Rhein-Berg spielte.
Aufgrund seines Talents wurden die umliegenden Vereine schnell auf Boxberg aufmerksam. So wechselte er nach nur einem Jahr in Süng zum VfR Wipperfürth, die in der Bezirksliga Niederrhein spielten. Zwei Jahre lang spielte er auf den Ohler Wiesen, als er die nächste Stufe erkomm und zur Spielzeit 1973 / 74 zum Landesligisten TuS Lindlar wechselte.
Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte der TuS in seiner Staffel mit einem Punkt Vorsprung auf den VfL Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Verbandsliga Mittelrhein auf, die zu diesem Zeitpunkt die höchste Deutsche Amateurklasse war.
Boxberg blieb ein weiteres Jahr in Lindlar ehe es ihm berufsmäßig ins Rheinland trieb und er sich beim FV Godesberg 08 anmeldete, die ebenfalls in der Verbandsliga Mittelrhein spielten. Nach nur einem Jahr zog es Boxberg dann weiter nördlich zum nächsten Verbandsligisten, diesmal zum ruhmreichen VfL Köln 99, wo er allerdings auch nur eine Spielzeit blieb.
Zur Spielzeit 1978 / 79 kehrte Boxberg wieder in seine Heimat zurück und schloß sich dem SV Frielingsdorf an, der in der Bezirksliga Mittelrhein spielte. In seinem zweiten Jahr übernahm Boxberg das Training der Mannschaft und wurde mit 28 Jahren Spielertrainer. Am Ende der Spielzeit 1980 / 81 belegte der SV Frielingsdorf in seiner Staffel mit acht Punkten Vorsprung auf die SpVg Porz den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Landesliga Mittelrhein auf. Trotz teilweise guter Leistungen konnte sich der SV nur ein Jahr in dieser Liga halten und musste am Ende den Gang zurück in die Bezirksliga antreten. Boxberg blieb dem Verein trotz Abstiegs auch im folgenden Jahr als Spielertrainer erhalten.
Zur Spielzeit 1983 / 84 gab er dem Werben des benachbarten TSV Ründeroth nach und betreute die Bezirksligamannschaft ebenfalls als Spielertrainer. Dabei gewann der TSV im Endspiel um den Kreispokal Oberberg gegen den SV Morsbach mit 2:1. Das vom Verein angestrebte Ziel, der Aufstieg in die Landesliga, wurde jedoch knapp verpasst.
So nahm Boxberg zur Spielzeit 1984 / 85 das Angebot des ambitionierten Landesligisten TuS Marialinden an, die Mannschaft in höhere Klassen zu führen, diesmal jedoch nur als Trainer. Obwohl die Marialindener in den folgenden Jahren stets eine gute Rolle in der Liga spielten, gelang der große Wurf jedoch erst am Ende seiner fünften Spielzeit, als der TuS in seiner Staffel mit fünf Punkten Vorsprung auf die SpVg Frechen 20 den 1. Tabellenplatz belegte und damit in die Verbandsliga Mittelrhein aufstieg, die damals immerhin noch die zweithöchste Amateurliga war. Zwei weitere Jahre blieb Boxberg Trainer beim TuS, und beide Male konnte die Klasse souverän gehalten werden.
Zur Spielzeit 1991 / 92 wurde Boxberg Trainer des Landesligisten TuS Lindlar. Während man im ersten Jahr noch im oberen Tabellendrittel mitspielte, geriet man in der zweiten Spielzeit direkt in den Abstiegsbereich und verlor dabei schnell den Kontakt nach oben, so dass Boxberg seine Trainertätigkeit zum ersten Mal vorzeitig beenden musste.
Im Januar des Jahres 1994 wurde Boxberg nach dem Rücktritt von Ingo Krämer neuer Trainer der A-Juniorenmannschaft des TuS Wiehl in der Bezirksliga Mittelrhein. Am Ende dieser Spielzeit belegte Wiehl in ihrer Staffel mit vier Punkten Vorsprung auf den FC Hardtberg den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Verbandsliga Mittelrhein auf, der höchsten deutschen Juniorenklasse. Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte der TuS hinter den Nachwuchsmannschaften der Bundesligavereine Bayer 04 Leverkusen, Alemannia Aachen und dem 1. FC Köln einen hervorragenden 4. Tabellenplatz.
Diese Erfolgte weckten auch die Verantwortlichen des besten Oberbergischen Vereins, des SSV Marienheide, auf, die sich folgerichtig für die Spielzeit 1995 / 96 die Dienste Boxbergs sicherten. Zunächst blieb Boxberg drei Jahre äußerst erfolgreich Trainer, als er zur Spielzeit 1998 / 99 eine Pause einlegen wollte. Als dann jedoch weder Savino Carbotta noch Brunolf Berger die Erwartungen des Vorstands erfüllen konnten, übernahm Boxberg im März 1999 wieder das Training.
Am Ende der Spielzeit 2001 / 02 belegte der SSV Marienheide in der Abschlusstabelle den vorletzten Tabellenplatz und musste damit nach zehn Jahren in der Verbandsliga die Klasse wieder verlasen. Boxberg blieb auch in der folgenden Spielzeit in der Landesliga Trainer beim SSV. Der Versuch des direkten Wiederaufstiegs scheiterte jedoch mit einem Punkt an TuRa Hennef.
Zu Beginn der folgenden Spielzeit musste sich der SSV Marienheide aus finanziellen Gründen vor dem Meisterschaftsbetrieb aus der Landesliga zurückziehen, um einen völligen Neuanfang in der Kreisliga C Berg zu starten. Neben fast der kompletten Mannschaft verließ hierauf auch Boxberg den SSV.
Zur Spielzeit 2004 / 05 übernahm Boxberg das Traineramt bei Baris Spor Hackenberg, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Fast sechs Jahre lang blieb Boxberg deren äußerst engagierter und motivierter Trainer, der sich vor allem mit der besonderen Mentalität dieses Vereins sehr gut zurechtfand. Der große Erfolg blieb zwar aus, jedoch spielte Baris in dieser Zeit in seiner Staffel stets eine gute Rolle. Am Ende kam es dann jedoch zum großen Zerwürfnis. Als zum Treffpunkt vor dem Meisterschaftsspiel des 28. Spieltags nur zehn Spieler anwesend waren, weigerte sich Boxberg, unter diesen Umständen nach Leverkusen zu fahren und erklärte gleichzeitig seinen sofortigen Rücktritt als Trainer
Zur Spielzeit 2010 / 11 wurde Boxberg Trainer beim FV Wiehl in der Kreisliga A Berg. Nachdem man schnell erkennen musste, dass man das angestrebte Saisonziel nicht erreichen wird, zog Boxberg auch hier seine Konsequenzen. Am 20. Dezember trat er mit sofortiger Wirkung als Trainer des FV Wiehl zurück. "Es ist schade, dass es so kommen musste, aber ich bin der Meinung, dass es besser ist, sich frühzeitig zu trennen, wenn man nicht auf einem gemeinsamen fruchtbaren Nenner kommt. Es hat einfach nicht gepasst."
Jedoch blieb der anerkannte Fachmann Boxberg auch jetzt nicht lange ohne sportliche Betätigung und übernahm nach kurzer Zeit das Traineramt beim abstiegsbedrohten A-Kreisligisten TSV Ründeroth, den er letztlich aber auch nicht vor dem Abstieg retten konnte.
So ist er am Tag seines 60. Geburtstags Trainer des Aufstiegskandidaten TSV Ründeroth.
Die Fähigkeiten eines Theo Boxberg sind unbestritten und allgemein anerkannt. Entsprechend wurde er bei einer Umfrage unter Experten des Oberbergischen Fußballs Ende des Jahres 2008 mit großem Vorsprung zum Trainer des Jahrhunderts gewählt.
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Theo!
18. September 1971 (Christian Schuster wird 40)
Christian Schuster wurde am 18. September 1971 im oberbergischen Gummersbach geboren. Die erste Phase seiner fußballerischen Ausbildung genoß Schuster in der Jugendabteilung des BV 09 Drabendderhöhe. Als er dann altersmäßig in die A-Jugend kam, wechselte der talentierte Stürmer zum großen Nachbarn TuS Wiehl. In der Spielzeit 1988 / 89 wurden die A-Junioren des TuS nicht nur verlustpunktfrei Meister ihrer Staffel und stiegen damit in die Sonderstaffel auf, ihre Klasse zeigte die Mannschaft auch im Kreispokal Oberberg, wo sie das Endspiel gegen den Vizekreismeister RS 19 Waldbröl mit 1:0 gewannen. Im folgenden Jahr spielte Schuster nicht nur bei den A-Junioren, aufgrund seiner Fähigkeiten wurde er im weitern Verlauf der Saison auch in der Seniorenmannschaft eingesetzt. In den nächsten beiden Jahren war Schuster Stammspieler dieser Bezirksligamannschaft.
Zur Spielzeit 1992 / 93 folgte Schuster dem Ruf von Trainer Karl-Ernst Helmus und wechselte zur SSG 09 Bergisch Gladbach in die Landesliga Mittelrhein. In der Spielzeit 1994 / 95 spielt er dann beim anderen rheinisch-bergischen Landesligisten, dem TuS Marialinden, mußte am Ende als Tabellenvorletzter jedoch den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten.
So wechselte er zum TuS Lindlar, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Unter den Trainern Raimund Zieler und Norbert Heidemann gehörte Schuster stets zu den Stammspielern, das angepeilte Ziel, den Aufstieg in die Landesliga erreichte er aber nicht.
Zur Spielzeit 1998 / 99 kehrte Schuster zurück zum TuS Wiehl, der ebenfalls in der Bezirksliga Mittelrhein spielte. In der Winterpause der Spielzeit 1999 / 00 zog es Schuster zum SSV 08 Bergneustadt, die unter Trainer Frank Jost, einem ehemaligen Wiehler Mitspieler, in der Landesliga Mittelrhein spielten. Dort blieb er jedoch nur bis zum Saisonende, als er in den Kölner Raum zog, und sich für die nächste Spielzeit beim Bezirksligisten BC Berrenrath anmeldete.
Zu Beginn der Spielzeit 2001 / 02 sah man Schuster dann wieder einmal im schwarz-weißen Trikot des FV Wiehl, die nach dem Abstieg jedoch nur noch in der Kreisliga A Berg spielten.
Nach nur einem Jahr zog es Schuster dann einige Kilometer weiter westlich, wo er sich bei seinem Heimatverein, dem Ligakonkurrenten BV 09 Drabenderhöhe anmeldete. In den nächsten Jahren zeigte Schuster auf den bergischen Spielfeldern der Kreisliga A Berg sein überdurchschnittliches Können, so erzielte er in den ersten beiden Spielzeiten in 55 Ligaspielen 31 Tore.
Als am 30. Januar 2006 auf der Jahreshauptversammlung des BV 09 Drabenderhöhe die Vorstandwahlen auf der Tagesordnung standen, ließ sich Schuster von den Mitgliedern zum Sportdirektor aufstellen und wurde auch einstimmig gewählt. Ein Amt, welches Schuster in den folgenden zwei Jahren mit viel Engagement und Fachwissen ausfüllte. Zwischendurch zeigte er sich auch immer wieder gerne bereit, in der 2. oder 3. Mannschaft auszuhelfen.
Zu Beginn der Spielzeit 2009 / 10 engagierte Schuster sich gemeinsam mit Abteilungsleiter Volker Hoffmann und dem neuen Sportdirektor Patrick Baier im Trainerteam der A-Junioren.
Nachdem der Trainer der 1. Mannschaft Werner Thies Anfang Dezember 2009 dem Angebot des TuS Lindlar gefolgt war, mit sofortiger Wirkung das Traineramt der 1. Mannschaft zu übernehmen, ließ sich Schuster überreden, dessen Nachfolge als Trainer des BV 09 zu übernehmen..
Dieses Amt bekleidete er Saisonübergreifend bis zum 19. Oktober 2010, als er aufgrund von Unstimmigkeiten sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegte, und damit seine aktive Laufbahn als Spieler, Trainer oder Funktionäre „vorläufig“ beendete.
Neben seinen wahrlich vorhandenen Fähigkeiten als Fußballspieler zeigte sich Schuster auch als Meister im Umgang mit dem kleineren gelben Filzball, so spielte er als Nr. 1 der Herren 30 des TC 77 Drabenderhöhe um den Aufstieg in die Tennis-Verbandsliga
17. September 1936 (Horst Wittpohl wird 75)
Horst Wittpohl wurde am 17. September 1936 im ostpreußischen Elbing geboren. Im Zuge der Kriegswirren verschlug er ihm ins Oberbergische, wo sich die Familie in Ründeroth niederließ. Seine fußballerischen Grundkenntnisse erwarb er sich folgerichtig in den Jugendmannschaften des örtlichen TSV Ründeroth. In der Spielzeit 1953 / 54 wurde er mit der A-Jugendmannschaft Kreismeister. Aufgrund seines Fähigkeiten schaffte der talentierte Stürmer nach seinem Sprung in den Seniorenbereich sofort Stammspieler in der 1. Mannschaft, die in der Bezirksklasse Mittelrhein spielten.
Am Ende der Spielzeit 1956 / 57 belegte der TSV Ründeroth in seiner Staffel mit einem Punkt Vorsprung auf den SV Eitorf 09 den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Landesliga Mittelrhein auf, der zweithöchsten Amateurliga des Fußballverbands Mittelrhein. Leider konnte sich Ründeroth nur ein Jahr in dieser Liga halten. Am Ende dieser Spielzeit belegte der TSV mit sieben Punkten Rückstand auf Blau-Weiß Godesberg, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den vorletzten Tabellenplatz und musste damit wieder in die Bezirksklasse Mittelrhein absteigen.
In den nächsten Jahren spielte der TSV Ründeroth durchgehend in der Bezirksklasse, wobei sie in den Spielzeiten 1958 / 59 und 1960 / 61 jeweils den 2. Tabellenplatz erreichten und damit den Aufstieg nur knapp verpassten.
Fast von Beginn seiner Zeit in der Seniorenmannschaft war Wittpohl auch Stammspieler in der Kreisauswahlmannschaft des Fußballkreises Oberberg.
Jahrelang konnten sich die Ründerother in der Bezirksklasse halten, aber auch an dieser großartigen Mannschaft setzte mit der Zeit ein Alterungsprozess ein. Die große Generation erklärte entweder ihren Rücktritt oder musste dem fortschreitenden Alter Tribut zollen.
Am Ende der Spielzeit 1963 / 64 belegte der TSV Ründeroth in der Bezirksklasse mit vier Punkten Rückstand auf Fortuna Opladen, die auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, den letzten Tabellenplatz und stieg damit in die 1. Kreisklasse Oberberg ab.
Hierauf wechselte Wittpohl zum ersten Mal die Farben und schloß sich der TuRa Dieringhausen an, die in der Bezirksklasse Mittelrhein spielten. Auch hier zeigte Wittpohl seine Fähigkeiten zu Genüge und sorgte mit dafür, dass die TuRa am Ende der Spielzeit mit sechs Punkten Rückstand auf den SC Nord Köln einen hervorragenden 2. Tabellenplatz belegte.
Dennoch zog es ihm nach nur einem Jahr wieder zurück an den Ohl und schaffte mit dem TSV am Ende dieser Spielzeit mit sieben Punkten Vorsprung auf den TuS Elsenroth den 1. Tabellenplatz. In der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse gewann man zunächst gegen den SV Verlauterheide, verlor dann gegen den SV Bonn-Nord, ehe man im entscheidenden dritten Spiel auch dank einer überragenden Leistung des dreifachen Torschützen Wittpohl den SV Kaltenherberg mit 6:0 besiegte und damit den Aufstieg schaffte.
Die nächsten Jahre spielte Wittpohl mit dem TSV Ründeroth in der Bezirksklasse, wobei er auch weiterhin Stammspieler der Kreisauswahlmannschaft war.
Wittpohl blieb dem TSV treu, auch als er am Ende der Spielzeit 1969 / 70 der Abstieg in die 1. Kreisklasse Oberberg erfolgte.
Erst als Alt-Herren-Spieler wechselte er noch einmal den Verein und schloß sich dem VfL Gummersbach an, wo er noch bis ins recht hohe Alter auf sehr gutem Niveau weiterspielte.
18. September 1971 (Christian Schuster wird 40)
Christian Schuster wurde am 18. September 1971 im oberbergischen Gummersbach geboren. Die erste Phase seiner fußballerischen Ausbildung genoß Schuster in der Jugendabteilung des BV 09 Drabendderhöhe. Als er dann altersmäßig in die A-Jugend kam, wechselte der talentierte Stürmer zum großen Nachbarn TuS Wiehl. In der Spielzeit 1988 / 89 wurden die A-Junioren des TuS nicht nur verlustpunktfrei Meister ihrer Staffel und stiegen damit in die Sonderstaffel auf, ihre Klasse zeigte die Mannschaft auch im Kreispokal Oberberg, wo sie das Endspiel gegen den Vizekreismeister RS 19 Waldbröl mit 1:0 gewannen. Im folgenden Jahr spielte Schuster nicht nur bei den A-Junioren, aufgrund seiner Fähigkeiten wurde er im weitern Verlauf der Saison auch in der Seniorenmannschaft eingesetzt. In den nächsten beiden Jahren war Schuster Stammspieler dieser Bezirksligamannschaft.
Zur Spielzeit 1992 / 93 folgte Schuster dem Ruf von Trainer Karl-Ernst Helmus und wechselte zur SSG 09 Bergisch Gladbach in die Landesliga Mittelrhein. In der Spielzeit 1994 / 95 spielt er dann beim anderen rheinisch-bergischen Landesligisten, dem TuS Marialinden, mußte am Ende als Tabellenvorletzter jedoch den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten.
So wechselte er zum TuS Lindlar, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Unter den Trainern Raimund Zieler und Norbert Heidemann gehörte Schuster stets zu den Stammspielern, das angepeilte Ziel, den Aufstieg in die Landesliga erreichte er aber nicht.
Zur Spielzeit 1998 / 99 kehrte Schuster zurück zum TuS Wiehl, der ebenfalls in der Bezirksliga Mittelrhein spielte. In der Winterpause der Spielzeit 1999 / 00 zog es Schuster zum SSV 08 Bergneustadt, die unter Trainer Frank Jost, einem ehemaligen Wiehler Mitspieler, in der Landesliga Mittelrhein spielten. Dort blieb er jedoch nur bis zum Saisonende, als er in den Kölner Raum zog, und sich für die nächste Spielzeit beim Bezirksligisten BC Berrenrath anmeldete.
Zu Beginn der Spielzeit 2001 / 02 sah man Schuster dann wieder einmal im schwarz-weißen Trikot des FV Wiehl, die nach dem Abstieg jedoch nur noch in der Kreisliga A Berg spielten.
Nach nur einem Jahr zog es Schuster dann einige Kilometer weiter westlich, wo er sich bei seinem Heimatverein, dem Ligakonkurrenten BV 09 Drabenderhöhe anmeldete. In den nächsten Jahren zeigte Schuster auf den bergischen Spielfeldern der Kreisliga A Berg sein überdurchschnittliches Können, so erzielte er in den ersten beiden Spielzeiten in 55 Ligaspielen 31 Tore.
Als am 30. Januar 2006 auf der Jahreshauptversammlung des BV 09 Drabenderhöhe die Vorstandwahlen auf der Tagesordnung standen, ließ sich Schuster von den Mitgliedern zum Sportdirektor aufstellen und wurde auch einstimmig gewählt. Ein Amt, welches Schuster in den folgenden zwei Jahren mit viel Engagement und Fachwissen ausfüllte. Zwischendurch zeigte er sich auch immer wieder gerne bereit, in der 2. oder 3. Mannschaft auszuhelfen.
Zu Beginn der Spielzeit 2009 / 10 engagierte Schuster sich gemeinsam mit Abteilungsleiter Volker Hoffmann und dem neuen Sportdirektor Patrick Baier im Trainerteam der A-Junioren.
Nachdem der Trainer der 1. Mannschaft Werner Thies Anfang Dezember 2009 dem Angebot des TuS Lindlar gefolgt war, mit sofortiger Wirkung das Traineramt der 1. Mannschaft zu übernehmen, ließ sich Schuster überreden, dessen Nachfolge als Trainer des BV 09 zu übernehmen..
Dieses Amt bekleidete er Saisonübergreifend bis zum 19. Oktober 2010, als er aufgrund von Unstimmigkeiten sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegte, und damit seine aktive Laufbahn als Spieler, Trainer oder Funktionäre „vorläufig“ beendete.
Neben seinen wahrlich vorhandenen Fähigkeiten als Fußballspieler zeigte sich Schuster auch als Meister im Umgang mit dem kleineren gelben Filzball, so spielte er als Nr. 1 der Herren 30 des TC 77 Drabenderhöhe um den Aufstieg in die Tennis-Verbandsliga
10. September 1971 (Leo Lebon wird 40)
Leonard Lebon, genannt Leo wurde am 10. September 1971 im französischen Montbeliard geboren. Doch schon mit drei Jahren zog er mit seiner Familie ins oberbergische Gummersbach. Seine fußballerische Laufbahn begann er bei der DJK Gummersbach, wo er auch seiner ersten Einsätze in der Seniorenmannschaft hatte, die in der Kreisliga B Oberberg spielten.
Zu Beginn der Spielzeit 1994 / 95 wechselte der talentierte Stürmer zum SSV Marienheide, dem besten oberbergischen Verein. Lebon gehörte zwar dem erweiterten Kader der 1. Mannschaft an, die in der Verbandsliga Mittelrhein spielten, wurde jedoch vorwiegend in der Reservemannschaft eingesetzt, die in der höchsten Liga im Kreis antraten. In seinem zweiten Jahr machte Lebon zwei Spiele in der Verbandsliga, außerdem schoß er im Mittelrheinpokal gegen den Siegburger SV 04 das entscheidende Tor. Im dritten Jahr spielte er nur in der Reservemannschaft. So wechselte Lebon während dieser Spielzeit zum Ligakonkurrenten SV Hermesdorf.
Am Ende der Spielzeit 1998 / 99 stand Hermesdorf mit sieben Punkten Vorsprung auf den ewigen Rivalen RS 19 Waldbröl auf dem 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.
Zu Beginn der Spielzeit 2000 / 01 stand Lebon im Kader des SSV Wildbergerhütte in der Kreisliga A Oberberg. In der Winterpause wechselte er dann zum Ligakonkurrenten SV Frömmersbach, wo er aber auch nur ein halbes Jahr spielte.
Für die folgende Spielzeit hatte Lebon sich beim A-Kreisligisten SSV Denklingen angemeldet. Während es für den SSV in der Meisterschaft nicht immer nach Wunsch lief, konnte man hingegen im Kreispokal Berg glänzen, wo man es bis zum Halbfinale schaffte. Dort unterlag man zwar dem TuS Immekeppel, konnte sich aber im Spiel um Platz drei gegen den SV Frielingsdorf mit 1:0 durchsetzen, womit man sich erstmals für den Mittelrheinpokal qualifizieren konnte. In der 1. Runde verlor man dann zu Hause gegen den Bonner Bezirksligisten Blau-Weiß Oedekoven unter Wert mit 0:6. Am Ende dieser Spielzeit belegte der SSV Denklingen zwar einen sicheren 8. Tabellenplatz. Nach dem letzten Spieltag zog der Verein die 1. Mannschaft jedoch aus der Kreisliga A zurück, und stieg damit freiwillig in die Kreisliga B Berg ab.
In den beiden folgenden Jahren spielte Lebon dann in der Kreisliga B Berg wieder bei seinem Heimatverein, der DJK Gummersbach.
Zur Spielzeit 2004 / 05 wechselte Lebon zum TuS Brüchermühle, die ebenfalls in der Kreisliga B Berg spielten. Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte der TuS in seiner Staffel den 14. Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga C Berg absteigen. Aber auch trotz dieses Abstiegs blieb Lebon dem Verein treu.
Im August 2006 wurde Lebon als Nachfolger von Dirk Bouillon zudem neuer Trainer der Frauenmannschaft des RS 19 Waldbröl in der Landesliga Mittelrhein, der vierthöchsten Liga im Frauenfußball, so dass er in dieser Spielzeit zwei Herren bzw. Frauen dienen musste. In der folgenden Spielzeit wurde Lebon dann Trainer einer Herrenmannschaft, die der SpVg Wallerhausen, die in der Kreisliga C Berg spielten.
In der Spielzeit 2008 / 09 spielte Lebon dann wieder selber Fußball, beim B-Kreisligisten TuS Brüchermühle. Im nächsten Jahr übernahm er zudem, gemeinsam mit Rainer Brecht, das Traineramt bei den A-Junioren des Vereins. In der Winterpause meldete er sich jedoch beim TuS ab.
Zur Spielzeit 2010 / 11 spielte Lebon bei der TuRa Dieringhausen in der Kreisliga B Berg. Aber auch dort wechselte er der Tradition entsprechend während der laufenden Spielzeit, diesmal zum Ligakonkurrenten SV Schönenbach. Dort spielte er zwar meistens in der Reservemannschaft, hatte aber auch einige Auftritte in der ersten Mannschaft.
Heuer übernahm Lebon Aufgaben im Juniorenbereich des SV Schönenbach.
Insgesamt war Lebon in seiner über zwanzigjährigen Laufbahn als Spieler und Trainer bei elf verschiedenen oberbergischen Vereinen tätig.
5. August 1971 (Peter Schinkowski wird 40)
Peter Schinkowski wurde am 5. August 1971 im polnischen Christburg geboren. Mit drei Jahren siedelte er mit seinen Eltern nach Gummersbach über, wo sie sich im Ortsteil Dümmlinghausen niederließen. Seine ersten fußballerischen Schritte machte Schinkowski bei der heimischen SpVg. Kurze Zeit später wechselte er zum VfL Gummersbach, wo man auch von außerhalb auf den talentierten Jugendspieler aufmerksam wurde. So schaffte Schinkowski den Sprung in die B-Jugendmannschaft des 1. FC Köln, wo er an der Seite von Spielern wie Patrick Weiser, Georg Koch oder Horst Heldt auflief und in die Mittelrheinauswahl berufen wurde.
Nach dem altersbedingten Wechsel in die A-Jugend ging er dann zum SSV 08 Bergneustadt. Unter Trainer Peter Kunze spielte er mit der A-Juniorenmannschaft in der Verbandsliga Mittelrhein, damals die höchste deutsche Jugendliga. Aufgrund seiner Fähigkeiten, Schinkowski konnte vom defensivem Mittelfeld bis zum Libero auf jeder Position bedenkenlos eingesetzt werden, wobei er aufgrund seiner guten Technik einen erheblichen Tordrang entwickelte, spielte er im selben Jahr bereits in der 1. Seniorenmannschaft, konnte den Abstieg aus der Bezirksliga Mittelrhein jedoch nicht verhindern.
In seinem ersten offiziellen Jahr in der Seniorenmannschaft wurde der SSV 08 unter Trainer Rainer Keilhack souverän Meister der Kreisliga A Oberberg und kehrte wieder in die Bezirksliga zurück. Zwei weitere Spielzeiten blieb Schinkowski in Bergneustadt, ehe er den nächsten Schritt in der Karriereleiter machte.
Zur Spielzeit 1993 / 94 meldete Schinkowski sich beim SSV Marienheide an, der damals Jahr als bester oberbergischer Verein in der Verbandsliga Mittelrhein, zu dieser Zeit die zweithöchste Amateurklasse, spielte. Schinkowski wurde auf Anhieb Stammspieler und blieb es auch in den folgenden fünf Jahren, die er in Marienheide unter den Trainern Manfred Schulte und Theo Boxberg verbrachte. Insgesamt bestritt er 137 von 150 mögliche Meisterschafsspielen und erzielte dabei 17 Tore. Mehrfach gewann der SSV in dieser Zeit den Kreispokal Oberberg und bestritt damit auch viele interessante Spiele im Mittelrheinpokal, u. a. gegen Alemannia Aachen.
Zur Spielzeit 1998 / 99 wechselte Schinkowski zum aufstrebenden FC Germania Dattenfeld. Die zwar nur in der Bezirksliga spielten, doch Großes anstrebten. Mit Schinkowski gingen zu dieser Zeit viele gute Spieler, wie Ingo Hasselbach oder Maik Alzer, aus dem Oberbergischen in den nahegelegenen Siegkreis.
Bereits in seinem ersten Jahr gelang der Mannschaft der Sprung an die Tabellenspitze. Gerade in der folgenden Relegationsrunde zeigte Schinkowski seine vorhandene Klasse, als er in den ersten beiden Spielen gegen Blau-Weiß Kerpen und Adler Dellbrück zwei wichtige Tore erzielte und damit den Weg zum Aufstieg in die Landesliga ebnete, der nach einen grandiosen 9:0 gegen Union Rösrath feststand.
Und nur zwei Jahre später führte Dattenfeld unter Trainer Armin Görgens die Tabelle richtig an und stieg damit in die Verbandsliga Mittelrhein auf.
Im ersten Verbandsligajahr gehörte Schinkowski als Stammspieler noch uneingeschränkt dem Kader der 1. Mannschaft an. In der nächsten Spielzeit folgte dann nach und nach der Rückzug in die Reservemannschaft, mit der er die nächsten sieben Jahre erfolgreich in der Bezirksliga Mittelrhein spielte.
Zur Spielzeit 2008 / 09 kehrte Schinkowski dann ins Oberbergische zurück und meldete sich beim SSV Homburg-Nümbrecht an, die in der Kreisliga A spielten. Während man in der Meisterschaft unter Trainer Thorsten Brauckmann ein wenig hinter den Erwartungen blieb, sorgte man in den Pokalwettbewerben durchaus für Furore. Zunächst unterlag man im Endspiel um den Kreispokal Berg dem Verbandsligisten SV 09 Bergisch Gladbach nach einem großartigen Spiel nur knapp mit 2:3, dann setzte man in den ersten beiden Runden des Mittelrheinpokals gegen höherklassige Mannschaften durch, ehe man sich im Viertelfinale dem Bezirksligisten Hilal Maroc Berheim geschlagen geben musste.
Mitte Dezember des Jahres 2009 kam es dann innerhalb der Mannschaft zu einer Machtprobe mit dem Trainer Ralph Köhler, in dessen Folge der Vorstand fünf Spielern, darunter Schinkowski, einen sofortigen Vereinswechsel nahe legte.
In der Spielzeit 2010 / 11 übernahm Schinkowski das Traineramt bei der A-Juniorenmannschaft des FSV Schwarz-Weiß Neunkirchen-Seelscheid, die in der Sonderliga Sieg spielten.
18. Juli 1961 (50 Jahre DJK Gummersbach)
Im Jahre 1930 gründeten mehrere fußballbegeisterte Männer in Gummersbach einen Fußballverein, der sich aufgrund seiner christlich-katholischen Ausrichtung den Namen Deutsche Jugendkraft Gummaria Gummersbach gab und sich folgerichtig dem DJK-Verband anschloss.
Zu dieser Zeit gab es in Deutschland neben dem bereits mächtigen Deutschen Fußballbund (DFB) noch vier weitere Fußballverbände, in denen die Vereine je nach ihrer politischen oder christlichen Ausrichtung zusammengefasst waren. Im Arbeiter-Turn und Sportbund (ATSB) befanden sich Vereine, die der Sozialdemokratie und damit der Arbeiterbewegung nahe standen, in der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit (kurz: Rotsport) spielten die dem Kommunismus nahe stehenden Vereine, in der Deutschen Turnerschaft (DT) spielten die Fußballabteilungen von Turnvereinen und die dem Katholizismus nahe stehenden Vereine spielten im Verband der Deutschen Jugendkraft (DJK). Jeder Verband spielte damals seinen eigenen Deutschen Meister aus.
Im Bereich des Oberbergischen Kreises gab es neben der DJK Gummersbach noch die DJK Victoria Dieringhausen, DJK Frielingsdorf, DJK Lindlar, DJK Morsbach und als spielstärkster Verein den TV Belmicke. Gemeinsam spielt man im DJK-Bezirk Niederrhein, Gruppe Agger.
Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltungspolitik wurden zwischen 1933 (ATSB und Rotsport) und 1935 (DJK und TB) sämtliche Verbände mit Ausnahme des DFB verboten oder zur Selbstauflösung gezwungen. Die angehörigen Vereine mussten sich daraufhin ebenfalls auflösen, die Mitglieder hörten entweder mit dem Fußball auf oder wechselten in Vereine, die dem DFB angehörten.
Nach dem Krieg wurden zwar sowohl der DTB als auch die DJK neu gegründet, fast alle Fußballvereine blieben jedoch im DFB oder schlossen sich nach der Neugründung dem DFB an, der sich inzwischen das alleinige Vertretungsrecht für den offiziellen Fußballbetrieb erkämpft hatte.
Anfang des Jahres 1961 entstand bei einigen Sportlern aus dem Jugendkreis der Gummersbacher Pfarrei St. Franziskus (Innenstadt) der Wunsch, den Fußballsport auch vereinsmäßig auszuüben. Unter der geistlichen Leitung des seinerzeitigen Jugendseelsorgers Kaplan Peters trafen sich am 18. Juli 1961 mehr als fünfzig Fußballbegeisterte, darunter die späteren langjährigen Vorstandsmitglieder Karl-Willy Krämer, Benno Langenbach und Winfried Harperath und gründeten einen reinen Fußballverein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Josef Schrahe gewählt. In Anlehnung an den aufgelösten Vorgängerverein gab man sich den Vereinsnamen DJK, verbunden mit der gleichzeitigen Aufnahme in den Dachverband der Deutschen Jugendkraft.
Von Anfang an hatte der Verein die Absicht, sich auch an Meisterschaftsspielen des Fußballkreises Oberberg zu beteiligen. Von daher musste man sich dem DFB angliedern und stellte einen entsprechenden Aufnahmeantrag.
Da dieser jedoch nicht nur einen Vorstand und eine Mannschaft, sondern auch einen geeigneten Sportplatz forderte, stand der junge Verein vor einem großen Problem. Denn genau diesen geeigneten Sportplatz konnten sie nicht vorweisen. Die Wiederherstellung eines alten Sportplatzes in Erlenhagen scheiterte an den vorhandenen finanziellen Mitteln. Dem Wunsch der DJK nach Mitbenutzung vorhandener Sportstätten im Stadtgebiet wie den in Dümmlinghausen scheiterte am Widerstand einiger Vereine oder an organisatorischen Fragen. So zogen sich die Verhandlungen über mehrere Jahre hin, in denen die DJK nur Freundschaftsspiele absolvieren konnte.
Da der DFB den ihnen angehörigen Vereinen verboten hatte, gegen sogenannte „wilde Mannschaften“ zu spielen, musste die DJK zu den Spielen stets weit reisen, um sich dann mit Vereinen des DJK-Verbandes zu messen. Während es im Rheinisch-Bergischen Kreis mit der DJK Dürscheid, DJK Wipperfeld, DJK Montania Kürten, DJK Thier oder der DJK Ommerborn-Sand einige Vereine aus dem DJK-Verband gab, stand die DJK Gummersbach im Oberbergischen Kreis hingegen alleine da.
Erst Mitte des Jahres 1964 stellte der TV Niederseßmar der DJK sein Sportgelände „auf dem Kabel“ (nahe der Theodor-Heuss-Akademie) zur Verfügung, so dass wenig später auch die offizielle Aufnahme des Vereins in den DFB erfolgen konnte.
Zu Beginn der Spielzeit 1964 / 65 wurde die DJK Gummersbach, die unter dem Trainer Hans-Heinrich Stadtländer der 3. Kreisklasse Oberberg zugeteilt. Am Ende der dritten Spielzeit erfolgte der Aufstieg in die 2. Kreisklasse Oberberg und nach weiteren acht Jahren, erneut unter Trainer Stadtländer, stand der Aufstieg in die höchste oberbergische Spielkasse fest.
In den folgenden Jahren ging es mit der DJK auf und ab. Den Abstieg bis in die Kreisliga C im Jahr 1984 folgte der Wiederaufstieg in die Kreisliga A unter Trainer Helmut Braun im Jahr 1995. Aber auch in den weiteren Jahren wechselten sich Abstieg und Aufstieg in kurzen Abständen ab. Leider erfolgte gerade im Jahr des 50-jährigen Vereinsjubiläums der erneute Abstieg in die Kreisliga C Berg.
Insgesamt stieg die DJK in ihren 47 Jahren Ligafußball achtmal auf und ebenso achtmal wieder ab.
In den ersten drei Jahren der Zugehörigkeit zum Fußballkreis Oberberg gewann die DJK jeweils den Fairnesspreis.
Im Jahre 1970 bezog die DJK Gummersbach den Sportplatz in Strombach, der heuer in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wurde.
In der Spielzeit 1997 / 98 spielten alle drei Seniorenmannschaften der DJK in derselben Klasse, der Kreisliga B Oberberg. Die 1. Mannschaft war gerade mal wieder aus der Kreisliga A abgestiegen, die 2. und 3. Mannschaft aus ihren Staffeln der Kreisliga C aufgestiegen, kurioserweise jeweils in Entscheidungsspielen gegen die Reservemannschaft des TuS Eckenhagen.
Hans-Heinrich Stadtländer, der die Mannschaft insgesamt 12 Jahre betreute, darunter die ersten drei Jahre ohne offiziellen Spielbetrieb, Georg Pors, Rolf Schröter, Helmut Braun und Frank Schmidt waren Trainer, die sich nicht nur durch Fachkenntnis sondern vor allem auch durch Kontinuität auszeichneten. So betreute Frank Schmidt die DJK die letzten zehn Jahre, ehe er das Amt an den amtierenden Trainer Thomas Töpfer abgab.
Eine der großen Persönlichkeiten des Vereins ist sicherlich auch Horst Groß, der im Jahre 2008 in Oberbergs „Mannschaft des Jahrhunderts“ gewählt wurde, und das sicherlich auch aufgrund seiner Leistungen bei der DJK Gummersbach.
Eine erstaunliche Kontinuität zeichnet den Verein auch auf Vorstandebene aus. In den 50 Jahren gab es nur neun Vorsitzende, darunter das Gesicht der DJK Gummersbach, Herrn Karl-Willy Krämer.
19. Juni 2011 (Wolfgang Träger ist tot)
Wolfgang Träger wurde am 6. April 1947 im hessischen Wolfshagen nahe Kassel geboren. Schon in frühen Jahren schloss er sich dem heimischen Fußballverein FSV Rot-Weiß Wolfshagen an, wo er aufgrund seines überdurchschnittlichen Talents bereits im Alter von 13 bis 14 Jahren Stammspieler in der A-Jugendmannschaft war.
Nach dem elterlichen Umzug in das oberbergische Gummersbach trat Träger dem VfL Gummersbach bei, wo er in der B-Jugendmannschaft anfing. Im Mai 1964 erhielt er zusammen mit dem Nümbrechter Klaus Reuber eine Einladung für die A-Jugend Mittelrheinauswahlmannschaft. In seinem zweiten A-Jugend-Jahr wurde Träger bereits mehrfach in der Seniorenmannschaft des VfL eingesetzt. So wurde Träger nach dem Wechsel in den Seniorenbereich auch direkt Stammspieler in der 1. Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt in der fünfklassigen Bezirksliga Mittelrhein spielten. Selbstverständlich wurde er auch in der Oberbergischen Kreisauswahlmannschaft eingesetzt. Im selben Jahr erhielten die beiden besten Spieler dieser Zeit Freddy Hennecken und Wolfgang Träger vom Verbands-Sportlehrern Klaus Röllgen eine Einladung für die Mittelrheinauswahlmannschaft, in der beide in der Folgezeit immer wieder eingesetzt wurden
Am Ende der Spielzeit 1966 / 67 stand der VfL Gummersbach, punktgleich mit dem TuS Lindlar, auf dem 1. Tabellenplatz. Im Entscheidungsspiel gewann der VfL gegen den TuS vor 5.000 Zuschauer in Engelskirchen knapp mit 1:0 und stieg damit erstmals in die Landesliga Mittelrhein auf. Träger trug mit hervorragenden Leistungen zu diesem Erfolg bei und so war es auch nicht verwunderlich, dass höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam wurden. Letztlich erhielt Eintracht Trier den Zuschlag, die in der Regionalliga Südwest, der zweithöchsten Liga in Deutschland spielten.
Träger wurde Stammspieler bei der Eintracht und erhielt auch hier eine Einladung zu einem Auswahlspiel der Junioren-Rheinlandauswahlmannschaft. Zwei Jahre spielte er in Trier, ehe er zur Spielzeit 1969 / 70 wieder nach Gummersbach zurückkehrte und sich nach der Reamateurisierung erneut dem VfL anschloss. Die nächsten vier Spielzeiten sorgte Träger mit dafür, dass der VfL in der Landesliga stets eine gute Rolle spielte. Ein Höhepunkt war sicherlich das Spiel in der 2. Runde um den Westdeutschen Pokal gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen, welches der VfL nach großem Spiel vor 4.000 Zuschauer in der Lochwiese nur mit 2:6 verlor.
Zur Spielzeit 1974 / 75 wechselte Träger dann zum Bezirksligisten TuS Wiehl, wo er als Spielertrainer seine erste Trainerstelle antrat. Vier Jahre lang bekleidete Träger dieses Amt, vier Jahre lang konnte der TuS die Klasse halten.
Zur Spielzeit 1978 / 79 übernahm Träger diese Funktion beim TSV Ründeroth, die zu diesem Zeitpunkt in der höchsten oberbergischen Liga spielten. Am Ende der zweiten Spielzeit belegte der TSV mit zehn Punkten Vorsprung auf den RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf. Drei weitere Jahre betreute Träger erfolgreich die Mannschaft, dann legte er zwar sein Traineramt nieder, stand dem Verein aber weiterhin als Spieler zur Verfügung. Auch der hervorragende Fußballer Träger konnte jedoch am Ende der Spielzeit 1984 / 85 den Abstieg in die Kreisliga A Oberberg nicht verhindern. Mit diesem negativen Erlebnis beendete Träger mit 38 Jahren seine aktive Laufbahn als Spieler.
Zur Spielzeit 1985 / 86 nahm Träger das Angebot des ambitionierten SSV Marienheide an, die 1. Seniorenmannschaft in der Bezirksliga Mittelrhein zu trainieren. Bereits in seinem ersten Jahr schaffte er den Aufstieg in die Landesliga Mittelrhein. In seinem zweiten Jahr schaffte er dann den Klassenerhalt. Ein drittes Jahr gab es für ihn beim SSV jedoch nicht mehr.
In der Spielzeit 1990 / 91 war Träger, gemeinsam mit Jörg Dohmann, Trainer beim TSV Ründeroth, die inzwischen in der Kreisliga B Oberberg spielten. In ihrem ersten Jahr belegte der TSV vor der SpVg Wallerhausen den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Kreisliga A auf. Im ihrem zweiten Jahr wurde die Klasse souverän gehalten. In ihrem dritten Jahr belegte der TSV hingegen den vorletzten Tabellenplatz und musste daraufhin wieder in die Kreisliga B Oberberg absteigen.
Träger beendete hierauf seine Karriere als Trainer und stand fortan dem TSV immer, wenn er gefragt wurde, als fachlich absolut kompetenter Berater zur Verfügung. Seine beiden Söhne Jakob und Johann spielen ebenfalls erfolgreich Fußball.
Wolfgang Träger gehörte ohne jeden Zweifel zu den besten Fußballspielern, die der Oberbergische Kreis jemals hervorgebracht hat. So war es auch absolut nicht verwunderlich, dass er im Jahr 2008 von Fußballexperten mit dem zweitbesten Ergebnis in Oberbergs „Mannschaft des Jahrhunderts“ gewählt wurde.
Nach langer schwerer Krankheit starb Wolfgang Träger am 19. Juni 2011 in seiner Heimatgemeinde Engelskirchen
15. Juni 1931 (Hans-Gerd Bisterfeld wird 80)
Hans-Gerd Bisterfeld wurde am 15. Juni 1931 in Bergneustadt geboren. Seine ersten fußballerischen Schritte machte Bisterfeld in den Jugendmannschaften des örtlichen Vereins SSV 08 Bergneustadt. Ende der Spielzeit 1948 / 49 wurde er mit der A-Jugendmannschaft Kreismeister. Aufgrund seiner Fähigkeiten gehörte der talentierte Außenstürmer nach seinem Übergang in den Seniorenbereich sofort zum Stamm der 1. Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt in der 1. Kreisklasse Oberberg spielten.
Am Ende der Spielzeit 1951 / 52 stand der SSV mit sechs Punkten Vorsprung auf Hansa Vollmerhausen auf dem 1. Tabellenplatz und bestritt auch die Aufstiegsspiele erfolgreich, so dass letztlich der Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein feststand.
Vier Jahre lang spielte der SSV in der Bezirksklasse, ehe sie am Ende der Spielzeit 1955 / 56 unter dem legendären Trainer Curt Kreile mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Spich wieder auf einem 1. Tabellenplatz standen und diesmal den Aufstieg in die neu gegründete Landesliga Mittelrhein feiern konnten. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich dabei um die vierthöchste Spielklasse in Deutschland, der zweithöchsten Amateurklasse im Fußballverband Mittelrhein.
Die Familie Bisterfeld stellte in der Geschichte des SSV immer wieder überragende Persönlichkeiten, so waren Erich Bisterfeld Mitte der 30er und Wilhelm Bisterfeld Anfang der 50er Jahre durchaus prägende Vereinsvorsitzende (u. a. Erbauer des Wilhelm-Bisterfeld-Stadions). So war es auch kein Wunder, dass Hans-Gerd Bisterfeld auf der Jahreshauptversammlung im Jahr 1957 zum Geschäftsführer gewählt wurde, zwei Jahre später trat er jedoch wieder von seinem Amt zurück.
Nach sehr erfolgreichen Jahren in der Landesliga musste auch der SSV der zunehmenden Überalterung in der Mannschaft Tribut zahlen und stieg am Ende der Spielzeit 1960 / 61 als drittletzter in die Bezirksklasse ab.
Bisterfeld gehörte zwar immer noch zum Stamm der 1. Mannschaft, spielte aber in den kommenden Jahren trotzdem häufiger auch in der Reservemannschaft.
Mitte der Spielzeit 1966 / 67 übernahm Bisterfeld seine erste Trainerstelle beim TSV Ründeroth, die in der Bezirksklasse Mittelrhein spielten. In den kommenden drei Jahren konnte die Klasse stets souverän gehalten werden
Zur Spielzeit 1971 / 72 wurde Bisterfeld zum ersten Mal Trainer bei seinem Heimatverein SSV 08 Bergneustadt. In den drei folgenden Jahren formte er dort eine Mannschaft, die in der Bezirksklasse zuletzt zweimal Zweiter wurde (hinter den zu diesem Zeitpunkt absolut überragenden Mannschaften der SSG Bergisch Gladbach und der Amateurmannschaft von Bayer 04 Leverkusen) und übergab dann seinem damaligen Assistenztrainer und Nachfolger Karl-Ernst Helmus eine perfekte eingespielte Mannschaft, die folgerichtig ein Jahr später überlegen den Aufstieg in die Landesliga schaffte.
Im Herbst 1976 übernahm Bisterfeld das Traineramt bei der SpVg Dümmlinghausen-Bernberg, wo er zwei Jahre blieb. Zu Beginn der Spielzeit 1979 / 80 wurde er dann Trainer beim VfR Marienhagen. Beide Vereine spielten damals in der höchsten Klasse des Fußballkreises Oberberg.
Zur Spielzeit 1981 / 82 übernahm Bisterfeld noch einmal das Training der 1. Mannschaft des SSV 08 Bergneustadt. Von der einst so erfolgreichen Mannschaft war jedoch nicht mehr viel Substanz übrig, gerade aus der Landesliga abgestiegen vollzogen sie den Durchmarsch, so dass Bisterfeld im April 1982 völlig frustriert seinen Rücktritt bekannt gab. Letztlich stand am Ende dieser Spielzeit der Abstieg in die Kreisliga A fest.
Zur Spielzeit 1983 / 84 wurde Bisterfeld noch einmal Trainer, diesmal übernahm er die 1. Mannschaft des TuS Eckenhagen, ebenfalls Kreisliga A Oberberg
Auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung des SSV 08 Bergneustadt am 15. März 1996, dem Bisterfeld trotz aller Umstände immer verbunden blieb, wurde er von den Mitgliedern zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er für die folgenden zwei Jahre inne.
27. März 1941 (Fredi Hennecken wird 70)
Gottfried „Fredi“ Hennecken wurde am 27. März 1941 in Aachen geboren. In jungen Jahren zog seine Familie nach Nümbrecht, wo Hennecken sich dem örtlichen TuS Elsenroth anschloss. In seinem ersten Jahr als Seniorenspieler des TuS spielte er in der 2. Kreisklasse Oberberg. Zunächst scheiterte man in einem Entscheidungsspiel noch mit 0:3 am TuS Brüchermühle, doch bereits im nächsten Jahr wurde Elsenroth mit fünf Punkten Vorsprung auf die SpVg Rossenbach Meister und stieg damit in die 1. Kreisklasse auf. In dieser Liga spielte Hennecken in den folgenden Spielzeiten. Aufgrund seiner überragenden Leistungen wurde er im November 1963, gemeinsam mit dem Waldbröler Wolfgang Klein, in die Sportschule Hennef zu einem Lehrgang für die Mittelrhein-Auswahlmannschaft eingeladen.
In den nächsten Jahren gehörte Hennecken zum festen Kader der Mittelrheinauswahl, obwohl er dabei immer nur in der vierthöchsten Amateurliga spielte. Hennecken kam in dieser Zeit auf mehr als 25 Auswahlspiele. Von daher blieben seine Leistungen auch den Spähern der großen Vereine nicht verborgen und so erhielt er vom damaligen Regionalligisten Bayer 04 Leverkusen ein Angebot.
Als Vertragsamateur wechselte Hennecken zur Spielzeit 1966 / 67 mit 25 Jahren aus der 1. Kreisklasse in die vier Klassen höhere Regionalliga West, damals unterhalb der Bundesliga die zweithöchste Liga in Deutschland. Heutzutage, wo die Talente bereits im Alter von 10 - 12 Jahren von den großen Vereinen umworben und dort aufgebaut werden, nahezu unvorstellbar.
Von Beginn an war Hennecken mit der Nr. 10 auf dem Rücken Stammspieler bei Bayer. Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte Bayer hinter Rot-Weiss Essen den 2. Tabellenplatz und nahm damit an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil. In den acht Spielen seiner Gruppe erzielte Hennecken fünf Tore, trotzdem musste man als Tabellenzweiter Kickers Offenbach den Aufstieg überlassen.
Hennecken blieb noch vier weitere Jahre in Leverkusen. Insgesamt bestritt er in diesen sechs Jahren 280 Spiele für die 1. Mannschaft und erzielte dabei 70 Tore, bis er Anfang der Siebziger Jahre wieder in den Oberbergischen Kreis zurückkehrte.
Zur Spielzeit 1972 / 73 wurde Hennecken Spielertrainer beim SSV Homburg-Nümbrecht, die in der Bezirksklasse Mittelrhein spielten. Diesem Verein hielt Hennecken das nächste Jahrzehnt die Treue. In der Spielzeit 1977 / 78 belegte Nümbrecht nur einen Punkt hinter dem Aufsteiger SpVg Lülsdorf-Ranzel den 3. Tabellenplatz, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde zur Landesliga durch zwei Niederlagen gegen Alemannia Bonn und Germania Zündorf. Die Mannschaft hatte damit ihren Höhepunkt überschritten und mussten am Ende der Spielzeit 1980 / 81 nach einem selten spannenden Abstiegskampf als Tabellevorletzter den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten. Auch in der Kreisliga blieb Hennecken Trainer beim SSV.
Im Jahr 1979 übernahm Hennecken zudem das Amt des Leiters der Kreisübungsleiter des Fußballkreises Oberberg. In dieser Funktion war er zuständig für die Ausbildung der Kandidaten für der C-Trainerlizenz. Eine Aufgabe, die er über Jahre hinweg zur vollsten Zufriedenheit aller ausführte. Sein Fachwissen und seine fußballerischen Fähigkeiten machten ihn stets zu einen unschätzbaren Lehrer, auf dessen Worte jeder Teilnehmer der Lehrgänge allzu gerne hörte. Dieses Amt sollte er für die nächsten 25 Jahre mit großem Erfolg bekleiden.
Erst zur Spielzeit 1982 / 83 suchte Hennecken eine neue Herausforderung und übernahm die Trainerstelle beim Ligakonkurrenten BV 09 Drabenderhöhe. Nach einer grandiosen Spielzeit wurde der BV mit drei Punkten Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt Meister und stieg damals zum ersten Mal in der langen Vereinsgeschichte in die Bezirksliga Mittelrhein auf. Trotz allem Engagements konnte Hennecken nicht verhindern, dass der BV 09 in akute Abstiegsgefahr geriet und der Vertrag im April 1984 im beiderseitigen Einvernehmen gelöst wurde.
Zur Spielzeit 1984 / 85 wurde Hennecken Trainer beim RS 19 Waldbröl in der Bezirksliga Mittelrhein, am Ende konnte man den Abstieg nur knapp verhindern. Im Juli 1986 übernahm Hennecken dann zum zweiten Mal die Trainerstelle beim BV 09 Drabenderhöhe, konnte aber an die alten Erfolge nicht anknüpfen und stellte daraufhin Ende Oktober 1987 sein Traineramt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung.
In den nächsten Jahren stand Hennecken in seiner Funktion als Leiter der Übungsleitergemeinschaft des Fußballkreises Oberberg auch weiterhin auf Oberbergs Fußballplätzen.
In der Spielzeit 1992 / 93 übernahm er das Traineramt bei der Reservemannschaft des SSV Homburg-Nümbrecht. Nach einem halben Jahr wurde er dann von Reinhold Baum abgelöst.
In der Spielzeit 2000 / 01 sah man Hennecken als Trainer der Bambini-Mannschaft des SSV Nümbrecht , die in diesem Jahr den Hallenkreispokal gewannen
Im April 2007 richtete der Fußballkreis Berg unter der Leitung von Hennecken auf dem Kunstrasenplatz in Nümbrecht sein erstes Fußball-Feriencamp aus, bei dem fast 70 Jugendspieler aus dem Kreis von einer Gruppe versierter Trainer drei Tage lang die Grundtechniken und –taktiken des Fußballs vermittelt bekamen. Nach dem großen Erfolg ließ Hennecken diese Fußballcamps zu einer Dauereinrichtung (mit Stand von heute gab es bisher neun Camps) werden, die jedes Mal eine große Zahl von begeisterten Jugendlichen anzog.
In der Spielzeit 2007 / 08 betreute Hennecken, gemeinsam mit Christian Lang, die D-Junioren des SSV Nümbrecht, die am letzten Spieltag den Tabellenführer Inter 96 Bergisch Gladbach noch abfingen und damit Kreismeister wurden. Diese Mannschaft betreute er auch im folgenden Jahr.
Hennecken gehört ohne jeglichen Zweifel zu den vier, fünf besten Spielern, die der oberbergische Kreis jemals hatte. So verwundert es nicht, dass er bei der Wahl zur Mannschaft des Jahrhunderts im Jahr 2008 nicht nur als Mittelfeldspieler in die Mannschaft gewählt wurde, sondern von allen Nominierten auch die meisten Stimmen erhielt, was seinen Leistungen und seiner Persönlichkeit mehr als gerecht wird.
23. März 1961 (Leo Geusa wird 50)
Leonardo „Leo“ Geusa wurde am 23. März 1961 im italienischen Galatina geboren. Gemeinsam mit seinem Eltern kam er in jungen Jahren nach Deutschland, wo sich die Familie in Gummersbach niederließ. Seine fußballerischen Fähigkeiten erlernte er in den Jugendmannschaften der SpVg Dümmlinghausen-Hesselbach, bei der er auch die ersten Jahre in der Seniorenmannschaft spielte. Dümmlinghausen spielte zu dieser Zeit in der höchsten oberbergischen Liga, der Kreisliga A.
Zur Spielzeit 1983 / 84 wechselte Geusa zum SSV 08 Bergneustadt, die ebenfalls in der Kreisliga A spielten. Nach nur einem Jahr suchte Geusa eine höhere sportliche Herausforderung und wechselte zum TSV Ründeroth, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Leider traf er auf eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit leistungsmäßig weit unter ihren Möglichkeiten spielte und am Ende mit 15 Punkten Rückstand auf den RS 19 Waldbröl abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegte, gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Kreisliga A. Trotzdem blieb Geusa beim TSV, konnte aber trotz allem Engagements den Durchmarsch in die Kreisliga B Oberberg nicht verhindern.
Hierauf wechselte Geusa zum VfR Marienhagen in der Kreisliga A, wo er auch in der Reservemannschaft eingesetzt wurde.
Zur Spielzeit 1990 / 91 wechselte Geusa dann wieder zur SpVg Dümmlinghausen zurück. Am Ende seiner ersten Spielzeit beim Heimatverein wurde die SpVg Meister in der Kreisliga B und stieg damit in die Kreisliga A auf. Die folgenden zwei Jahre stand er zunächst nur als Spieler auf dem Platz, zu Begin der Spielzeit 1993 / 94 übernahm er als Nachfolger von Helmut Braun zusätzlich das Traineramt.
Am letzten Spieltag der Spielzeit 1994 / 95 sah alles nach einem Dreikampf zwischen der SpVg Dümmlinghausen, dem VfL Gummersbach und dem SV Hermesdorf aus, die nur ein Punkt auseinander an der Tabellenspitze standen. Im direkten Vergleich erwartete die SpVg die ein Punkt besser stehenden Hermesdorfer, der VfL musste nach Brüchermühle. Die Hermesdorfer hatten im Vorfeld niemals mit diesem Erfolg gerechnet, denn sie hatten genau für dieses Wochenende ihre Mannschaftstour nach Mallorca geplant, die sie trotz der Möglichkeit aufzusteigen nicht verpassen wollten. So trat in Dümmlinghausen eine leicht verstärkte Reservemannschaft an, die jedoch in einem grandiosen Spiel der SpVg einen Punkt abknüpfte. Ein Sieg mit zwei Toren hätte der Mannschaft um Spielertrainer Geusa gereicht, und sie wären zum ersten Mal in ihrer langen Vereinsgeschichte in die Bezirksliga aufgestiegen. Der lachende Dritte war dann der VfL, der zwar in Brüchermühle ebenfalls nur unentschieden spielte, dieser eine Punkt reichte aber letztlich zum direkten Aufstieg. Der SV stieg indes ebenfalls nicht auf, weil ihm am Ende ein Tore fehlte.
Geusa blieb noch ein weiteres Jahr bei der SpVg, ohne an den Erfolg anknüpfen zu können. Für die Spielzeit 1996 / 97 heuerte Geusa als Spielertrainer beim A-Kreisligisten SV Hermesdorf an. Seine fußballerischen Fähigkeiten zeigte er indes weiterhin in der Reservemannschaft. Am Ende dieser Spielzeit 1998 / 99 belegte der SV Hermesdorf mit sieben Punkten Vorsprung auf den großen Stadtrivalen RS 19 Waldbröl den 1. Tabellenplatz und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.
Zur Spielzeit 2000 / 01 übernahm Geusa das Traineramt bei Baris Spor Hackenberg in der Bezirksliga Mittelrhein. Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte die Mannschaft den 2. Tabellenplatz und stieg nach einem dramatischen 1:0 Erfolg im Relegationsspiel gegen den FC Geistingen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Landesliga Mittelrhein auf. Geusa wollte seinen Erfolg jedoch nicht verwerten, denn er hatte aufgrund von Unstimmigkeiten mit Teilen der Mannschaft auf eigenen Wunsch hin seinen Vertrag bei Baris nicht verlängert.
So kehrte Gesua dann wieder einmal zur SpVg Dümmlinghausen zurück, die inzwischen jedoch in die Kreisliga B abgestiegen waren. Mit der Reservemannschaft, wo er trotz seiner inzwischen 42 Jahre immer noch mitspielte, wurde Geusa Meister der Kreisliga C und schaffte zumindest damit den Aufstieg.
Am Ende dieser Spielzeit suchte Geusa noch einmal eine höherklassige Herausforderung und wechselte er zum RS 19 Waldbröl in der Bezirksliga Mittelrhein. Da der erhoffte Erfolg jedoch ausblieb, trennte man sich bereits Mitte Dezember 2003 im „beiderseitigem Einvernehmen“.
In der Spielzeit 2004 / 05 betreute Geusa die A-Juniorenmannschaft des SSV 08 Bergneustadt in der Bezirksliga Mittelrhein. Und am Ende seines zweiten Jahres in Bergneustadt belegte die Mannschaft in ihrer Staffel den 3. Tabellenplatz und schaffte nach zwei spannenden Relegationsspielen gegen die SpVg Wesseling den Aufstieg in die Verbandsliga Mittelrhein, der zweithöchsten deutschen Jugendliga. In der folgenden Spielzeit übergab er das Traineramt an Hans Nettersheim und übernahm selber den jüngeren B-Juniorenjahrgang des Vereins.
Zur Spielzeit 2007 / 08 stand Geusa dann wieder einmal in den Diensten der SpVg Dümmlinghausen, und am Ende seines zweiten Jahres hatte er den gewünschten Erfolg, nämlich den Augstieg in die Kreisliga A, wo er im Jahr seines 50. Geburtstags immer noch als Trainer tätig ist.
20. März 1971 (Thorsten Lenger wird 40)
Thorsten Lenger wurde am 20. März 1971 in Waldbröl geboren. Seine fußballerischen Fähigkeiten hatte er sich in den verschiedenen Jugendmannschaften der TuRa Dieringhausen antrainiert. Mit einer Sondergenehmigung spielte er aufgrund seines Könnens als Torwart bereits in seinem letzten A-Jugendjahr in der Seniorenmannschaft der TuRa, die damals in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Am Ende dieser Spielzeit 1988 / 89 erfolgte jedoch der bittere Abstieg in die Kreisliga A Oberberg, da man von drei betroffenen Mannschaften das schlechteste Torverhältnis hatte.
Zur kommenden Spielzeit wechselte Lenger zum SSV 08 Bergneustadt, die ebenfalls in der Bezirksliga spielten. Auch hier ereilte ihn das bittere Schicksal des Abstiegs, wiederum nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses von diesmal fünf betroffenen Mannschaften.
So wechselte Lenger zur Spielzeit 1990 / 91 wieder zurück zur TuRa Dieringhausen, die noch immer in der Kreisliga A spielten. Dort wurde er entweder als Torwart oder als Stürmer eingesetzt. Auch in der folgenden Spielzeit trug er das Trikot der TuRa.
Zur Spielzeit 1992 / 93 wechselte Lenger zum BV 09 Drabenderhöhe in der Kreisliga B Oberberg, wo er ebenfalls als Torwart und Stürmer eingesetzt wurde. Am Ende dieser erfolgreichen Saison belegte der BV 09 mit vier Punkten Vorsprung auf die Griechenmannschaft des TuS Derschlag den 1. Tabellenplatz und stieg damit wieder in die Kreisliga A auf. Insgesamt spielte Lenger drei Jahre in Drabenderhöhe, bevor es ihm zur Spielzeit 1995 / 96 wieder an den Hammerhaus zog, und er sich wieder einmal bei der TuRa anmeldete. Inzwischen spielte die TuRa jedoch nur noch in der Kreisliga B Oberberg.
Am Ende seiner zweiten Spielzeit belegte die TuRa Dieringhausen in ihrer Staffel mit zwei Punkten Vorsprung auf den TuS Brüchermühle den 1. Tabellenplatz und schaffte damit den Aufstieg in die Kreisliga A Oberberg. In dieser Klasse war die Mannschaft jedoch leistungsmäßig völlig überfordert und stieg am Ende mit 26 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz wieder in die Kreisliga B ab.
Zur Spielzeit 2000 / 01 spielte Lenger als Torwart und Stürmer beim BSV Viktoria Bielstein in der Kreisliga A Oberberg. Doch auch hier ereilte ihm das Schicksal des Abstiegs. Am Ende belegte der BSV Bielstein mit drei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz den drittletzten Tabellenplatz und musste damit in die Kreisliga B Berg absteigen. Nach zwei Jahren in dieser Klasse schaffte der BSV den Wiederaufstieg in die Kreisliga A Berg, konnte diese Klasse auch diesmal nicht halten und stieg umgehend wieder ab. Lenger blieb noch zwei weitere Jahre in Bielstein um dann zu Beginn der Spielzeit 2006 / 07 zum BV 09 Drabenderhöhe zu wechseln, die ihren scheinbar angestammten Platz in der Kreisliga A besetzten.
Seitdem spielte Lenger in Drabenderhöhe in der Kreisliga A Berg. Als in der Winterpause der Spielzeit 2009 / 10 Kai Pickardt, der Trainer des BSV Viktoria Bielstein, die in der Kreisliga C Berg spielten, von Klaus-Dieter Stenzel abgelöst wurde, kehrte Lenger dem BV 09 den Rücken und übernahm die Stelle eines Assistenztrainer. Dieses Amt hat Lenger auch zum Zeitpunkt seiner 40. Geburtstags inne.
Insgesamt ist Thorsten Lenger in seiner über zwanzigjährigen Laufbahn als Seniorenspieler fünfmal ab- und dreimal aufgestiegen.
15. März 1971 (Sabahattin Yilmaz wird 40)
Sabahattin Yilmaz wurde am 15. März 1971 in Bergneustadt geboren. Schon in jungen Jahren schloß er sich dem örtlichen SSV 08 Bergneustadt an, bei dem er sämtliche Jugendmannschaften durchlief. In seiner ersten Spielzeit als Senior spielte er jedoch nicht in der 1. Mannschaft des SSV, was aufgrund seiner fußballerischen Fähigkeiten kein Problem gewesen wäre, sondern in der Türkenmannschaft des SSV, die eine Klasse tiefer in der Kreisliga A spielte.
Für die Spielzeit 1990 / 91 meldete sich Yilmaz beim VfL Gummersbach an, die in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Nach nur einem Jahr kehrte er jedoch wieder zum SSV zurück. Diesmal spielte er aber in der 1. Mannschaft, da sich die Türkenmannschaft aufgelöst und als neugegründeter Verein Baris Spor Hackenberg in der untersten Klasse antraten.
Doch auch diesmal blieb er nur ein Jahr, um dann beim TuS Lindlar in der Landesliga Mittelrhein zu spielen. Zu Beginn der Spielzeit 1993 / 94 wechselte Yilmaz zum aufstrebenden Baris Spor Hackenberg, die inzwischen in der Kreisliga A Oberberg spielten. Am Ende stand die Mannschaft erneut auf dem 1. Tabellenplatz und stieg damit zum dritten Mal in Folge auf. Erst die Bezirksliga stoppte diese Entwicklung, zumindest vorerst.
Zur Spielzeit 1995 / 96 warb der ranghöchste Verein Oberbergs erfolgreich um die Dienste von Yilmaz, so wechselte er zum SSV Marienheide, die damals in der Verbandsliga Mittelrhein spielte. Auch in dieser Mannschaft wurde Yilmaz sofort Stammspieler und bestritt in seiner ersten Spielzeit 26 Ligaspiele.
Nach zwei durchaus erfolgreichen Jahren wechselte Yilmaz wieder zu Baris Spor Hackenberg, wo er dann die nächste zwei Jahre in der Bezirksliga spielte. Zur Spielzeit 1999 / 00 zog Yilmaz erneut das rote Trikot des SSV Marienheide an, um darin zwei weitere Jahre in der Verbandsliga zu kicken. Insgesamt bestritt Yilmaz 90 Spiele in der Verbandsliga und erzielte dabei 5 Tore.
Anfang Juli 2001 trug Yilmaz zum dritten Mal das Trikot von Baris Spor Hackenberg. Nach einer äußerst erfolgreichen Saison unter Trainer Leo Geusa belegte Baris am Ende hinter dem VfL Leverkusen den 2. Tabellenplatz und stieg damit in die Landesliga Mittelrhein auf. In der folgenden Spielzeit war Yilmaz als Spielertrainer verantwortlich für die Mannschaft, konnte jedoch nicht verhindern, dass die Mannschaft das durchaus vorhandene Potential nicht ausreichend nutzte und auf einen Abstiegsplatz abrutschte. Kurz vor Saisonende wurde Yilmaz dann von Sadettin Gültekin abgelöst, der den Abstieg aber auch nicht verhindern konnte.
Für die Spielzeit 2003 / 04 meldete Yilmaz sich ebenfalls zum dritten Mal beim SSV Marienheide an, der inzwischen in die Landesliga abgestiegen war. Mitte Juli kam es jedoch im Verein zu einer finanziellen Krise, in dessen Folge die Landesligamannschaft vom Spielbetrieb zurückgenommen werden musste. Schnell wurde Yilmaz sich mit dem SV Hermesdorf einig, und spielte dort die nächsten beiden Jahre in der Bezirksliga. In seinem dritten Jahr wurde Yilmaz Assistenztrainer von Roland Golombeck.
Als dann im Januar 2006 der B-Kreisligist TuS Belmicke einen Trainer suchte, wurden sie sich mit Yilmaz schnell einig. Weitere drei Jahre blieb er in Belmicke tätig. Am Ende stand jedoch der bittere Abstieg in die Kreisliga C Berg. Zur Spielzeit 2009 / 10 bekam er ein Angebot des B-Kreisligisten VfR Marienhagen, den er auch heuer noch verantwortlich betreut.
5. März 1951 (Edgar Milhahn wird 60)
Edgar Milhahn wurde am 5. März 1951 in Gummersbach geboren. Seine fußballerische Laufbahn begann er beim örtlichen VfL Gummersbach, wo er die Jugendmannschaften bis zur A-Jugend durchlief. Nahtlos erfolgte dann sein Übergang in den Seniorenbereich, Milhahn stand im Kader der 1. Mannschaft des VfL Gummersbach, die zu diesem Zeitpunkt in der Landesliga Mittelrhein, der zweihöchsten deutschen Amateurliga spielten.
Nach nur einem Jahr wechselte Milhahn zum SV Sinspert-Wehnrath in der Bezirksklasse Mittelrhein, konnte dort aber den Abstieg in die 1. Kreisklasse nicht verhindern.
Zur Spielzeit 1974 / 75 meldete sich Milhahn beim SSV 08 Bergneustadt an, die ebenfalls in der Bezirksklasse spielten. Die Mannschaft stieg zwar am Ende der Spielzeit in die Landesliga auf, Milhahn selber bestritt aber nur in der Vorbereitungsphase einige Freundschaftsspiele.
In den folgenden Jahren war Milhahn dann wieder für seinen Heimatverein aktiv. Im Verlauf der Spielzeit 1977 / 78 wurde Milhahn als Nachfolger von Georg Herda neuer Trainer der Reservemannschaft des VfL Gummersbach in der Bezirksliga. Trotz seines großem Engagements bei seiner ersten Trainerjob konnte er letztlich den Abstieg in die Kreisliga A nicht verhindern. Im folgenden Jahr betreute Milhahn die Reserve als Spielertrainer.
Zur Spielzeit 1979 / 80 übernahm Milhahn als Spielertrainer den VfL Berghausen-Gimborn, die in der Kreisliga B Oberberg spielten. Am Ende der Spielzeit 1981 / 82 belegt er mit dieser Mannschaft mit einem Punkt Vorsprung auf den TuS Homburg-Bröltal den 1. Tabellenplatz und steigt damit sensationell zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die oberste Liga im Kreis auf. Am Ende der darauf folgenden Spielzeit steht der VfL nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf einem Abstiegsplatz.
Zur Spielzeit 1983 / 84 trat Milhahn die Trainerstelle beim SSV Homburg-Nümbrecht in der Kreisliga A Oberberg an, wo er mit wechselndem Erfolg zwei Jahre blieb.
Zum 1. Juli 1985 wurde Milhahn Trainer beim SSV Wildbergerhütte, die ebenfalls in der Kreisliga A spielten. In seiner ersten Spielzeit belegte der SSV mit einem Punkt Rückstand auf die TuRa Dieringhausen noch den 2. Tabellenplatz, doch schon in der nächsten Spielzeit wurde Wildbergerhütte Meister und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf. Mit diesem Erfolg beendete Milhahn seine Tätigkeit in Wildbergerhütte.
Zunächst ohne Verein übernahm Milhahn Anfang November 1987 als Nachfolger von Freddy Hennecken das Training beim A-Kreisligisten BV 09 Drabenderhöhe. Hier war er für die nächsten zweieinhalb Jahre tätig, ehe er sich zur Spielzeit 1990 / 91 aus dem Kreis heraus bewegte und Trainer beim SV Frielingsdorf wurde.
Zur Spielzeit 1992 / 93 wurde Milhahn Trainer beim TuS Brüchermühle, die gerade aus der Bezirksliga abgestiegen waren und nun mit einer ambitionierten Mannschaft den sofortigen Wiederaufstieg anstrebten. In einer der dramatischsten Spielzeiten standen am letzten Spieltag der TuS Brüchermühle und der TuS Derschlag punktgleich an der Tabellenspitze, jedoch hatte Brüchermühle eine um drei Tore bessere Tordifferenz. Am letzten Spieltag gewann Brüchermühle zu Hause gegen die Reservemannschaft des SSV Marienheide mit 4:2 und kam in der Endtabelle so auf 39:13 Punkte bei einem Torverhältnis von 62-20 (+40). Der TuS Derschlag empfing, ebenfalls auf heimischen Platz, die TuRa Dieringhausen und gewann am Ende mit 6:0, so dass sie ebenfalls 39:13 Punkte aufwies, jedoch ein Torverhältnis von 62-19 hatte, also eine Tordifferenz von +41 und damit als Meister in die Bezirksliga Mittelrhein aufstieg. Der Moment, als Milhahn das Endergebnis aus Derschlag erfuhr, gehört sicherlich zu den absolut bittersten in seiner Trainerlaufbahn.
Trotz dieser Enttäuschung blieb Milhahn noch zwei weitere Jahre als Trainer beim TuS Brüchermühle tätig. Als der erhoffte Erfolg auch im dritten Jahr ausblieb, trat er im April 1995 von seinem Amt als Trainer zurück
1. März 1951 (Norbert Teipel wird 60)
Norbert Teipel wurde am 1. März 1951 im sauerländischen Brilon geboren. In seiner Jugend beschäftigte er sich vorwiegend mit der Leichtathletik, seine Spezialdisziplin war der Weitsprung. Anfang der Siebziger Jahre gehörte er mit einer persönlichen Bestleitung von 7,76 Meter schon zu den richtig Guten in Deutschland. Nach dem Abitur nahm Teipel auf der Sporthochschule Köln das Studium auf. In dieser Zeit näherte er sich auch dem Fußball und schloß sich dem FV Godesberg 08 an, der damals in der Verbandsliga Mittelrhein, der höchsten deutschen Amateurklasse spielte.
Zur Spielzeit 1975 / 76 wechselte Teipel zum TuS Lindlar, die ebenfalls in der Verbandsliga spielten. Zwei Jahre später schloß er sich dem bergischen Landesligisten TuS Marialinden an. Zur Spielzeit 1979 / 80 wurde er deren Spielertrainer. Nach einem Jahr wechselte Teipel erstmals ins Oberbergische und schloß sich dem TuS Wiehl an, der in der Bezirksliga Mittelrhein spielte. Nach wiederum nur einem Jahr wurde Teipel Spielertrainer beim rheinisch-bergischen Kreisligisten Rot-Weiß Eulenthal.
Zur Spielzeit 1982 / 83 kehrte Teipel zum TuS Wiehl zurück, wo er den Kreisligisten als Spielertrainer übernahm. In dieser Funktion blieb Teipel dann zwei Jahre in Wiehl tätig. Anschließend zog sich Teipel für zwei Jahre völlig aus dem Fußballgeschäft zurück, ehe er während der Spielzeit 1986 / 87 Achim Maschke als Trainer beim A-Kreisligisten TuS Wiehl ablöste.
Teipel war auch in der Spielzeit 1988 / 89 für die Mannschaft verantwortlich, als der TuS Wiehl einige seiner größten Erfolge feierte. Zunächst wurde man nach einem 3:1 Endspielsieg gegen den damaligen Landesligisten SSV Marienheide Kreispokalsieger, dann bestritt man Freundschaftsspiele gegen den 1. FC Köln (u. a. mit Pierre Littbarski und Bodo Illgner), 0:7 Niederlage und dem schottischen Erstdivisionär Hearts of Midlothian, nur knapp mit 1:2 verloren. Am Ende dieser Spielzeit wurde Wiehl nach einem 3:0 Erfolg vor knapp 1.500 Zuschauern beim SV Morsbach Kreismeister und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf.
Teipel blieb bis zum Ende der Spielzeit 1991 / 92 Trainer beim TuS Wiehl, ehe er sich wieder vom Fußball zurückzog.
In der Spielzeit 1995 / 96 übernahm er das Training der A-Juniorenmannschaft des TuS Wiehl, die in der Verbandsliga Mittelrhein, der höchsten deutschen Jugendklasse u.a. gegen den 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen spielte.
Im folgenden Jahr mußte Teipel dann mit 46 Jahren noch einmal als Torwart in der 1. Mannschaft aushelfen, und trug mit guten Leistungen zu einem 5:1 Erfolg gegen den SC Nord Köln bei.
Zu Beginn der Spielzeit 1998 / 99 wurde Teipel Trainer des Bezirksligisten TuS Elsenroth. Mit dieser Mannschaft, die ihren Zenit zu diesem Zeitpunkt bereits überschritten hatte, kam er überhaupt nicht zurecht und trat nach einer deprimierenden 0:9 Niederlage beim VfL Leverkusen im Oktober noch am Abend des Spieltags von seinem Amt zurück.
In der folgenden Spielzeit wurde Teipel zum dritten Mal Trainer beim TuS Wiehl, konnte aber trotz allem Engagements nicht verhindern, dass sie am Ende in die Kreisliga A Oberberg absteigen mussten.
Erst im Jahr 2007 wurde Teipel wieder offiziell im oberbergischen Fußball tätig, als er am 7. Februar zum Sportlichen Leiter des FV Wiehl (ausgegliederte Fußballabteilung des TuS Wiehl) ernannt wurde. Als dann Anfang Mai 2009 Michael Ranke als Trainer des FV Wiehl zurücktrat, wurde Teipel dessen Nachfolger. Kurze Zeit später einigte er sich mit dem Verein auf eine längerfristige Tätigkeit als Trainer, woraufhin er sein Amt als Sportlicher Leiter mit sofortiger Wirkung niederlegte. In der Spielzeit 2009 / 10 betreute er weiterhin den FV Wiehl, der in der Kreisliga A Berg spielte.
Teipel ist Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl und als solcher für den Fußballverband Mittelrhein und den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband als Referent für den Schulsport tätig.
20. Februar 1971 (40 Jahre SV Wiedenest)
Im Jahr 1948 wurde der Fußballclub Pernze-Wiedenest gegründet. Die Spiele wurden auf dem Sportplatz Frümerich ausgetragen. Dieser lag im Wald oberhalb der Bahnlinie Bergneustadt - Olpe im Bereich des Belmicker Weges Richtung Hundeplatz/Attenbach/Belmicke. Das Gelände wird jetzt von der Stadt als Lagerplatz für Baumschnitt usw. genutzt. Drei Spielzeiten lang spielten sie in der untersten Liga, der 3. Kreisklasse Oberberg, ehe der Vorstand die Mannschaft am 26. November 1951 mit sofortiger Wirkung aus dem laufenden Spielbetrieb zurückzog. Im folgenden Jahr löste sich der Verein dann ganz auf.
In den nächsten Jahren spielten die fußballinteressierten Wiedenester und Pernzer in Bergneustadt in Belmicke oder im nahen Westfalen, beim SV Hützemert oder dem SuS Bleche.
Ende der Sechziger Jahre fanden sich mehr als zwanzig Wiedenester zusammen, um Fußball zu spielen. Da sie keinen eigenen geeigneten Platz hatten, mussten sie nach Bleche ausweichen, was natürlich sehr umständlich war und auch Kosten verursachte.
Anfang der Siebziger Jahre versuchten die Wiedenester dann erneut, einen eigenen Fußballverein zu gründen.
Im Januar des Jahres 1971 kamen dreißig Interessierte einer Einladung zur Vereinsgründung nach und trafen sich in der Wiedenester Gaststätte Schneider. Im Vorfeld hatte der Vorsitzende des Fußballverbands Oberberg eine Satzung entworfen, die er dann in der Versammlung den Anwesenden vorstellte. Unter seiner Leitung wurde diese nach kurzer Aussprache einstimmig angenommen, und wenig später der neue Verein unter dem Namen Sportverein Wiedenest gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wählten die nunmehr Mitglieder Ludwig Clemens, sein Stellvertreter wurde Fred Hoffmann, Geschäftsführer Manfred Adolphs, alle aus Wiedenest. Horst Schriever übernahm die Kassenprüfung. Unmittelbar danach wurde der Verein im Vereinsregister des Amtsgericht Gummersbach eingetragen und ein Antrag beim Fußballverband Mittelrhein um Aufnahme des Vereins in den Verband gestellt.
Am 20. Februar war der Verein durch die Veröffentlichung in den amtlichen Mitteilungen auch offiziell in den Fußballverband aufgenommen
Gleichzeitig wurde das Sportgelände in Lieberhausen, wo in der Fünfziger Jahren der TuS Hickländer Lieberhausen seine Spiele bestritten hatte, von der Stadt Gummersbach gemietet und in Eigenleistung zum Spielbetrieb hergerichtet.
Zu Beginn der Spielzeit 1971 / 72 wurde der SV Wiedenest unter Trainer Finkenrath vom Fußballkreis Oberberg der 3. Kreisklasse Oberberg, Staffel 1, der untersten Liga eingestuft. Am Ende dieser Spielzeit belegte man hinter der Reservemannschaft des TSV Ründeroth den 2. Tabellenplatz und verpasste gleich in seiner ersten Spielzeit nur knapp den Aufstieg. Doch schon im nächsten Jahr verwies man souverän den FC Windhagen auf Platz 2 und stieg damit in die 2. Kreisklasse Oberberg auf.
Schon schnell zeigten sich in der Jugendarbeit die ersten Erfolge, Staffelsiege und auch Kreismeistertitel wurden errungen.
So erhielt der C-Jugendspieler Andreas Clemens eine Einladung für die Mittelrhein-Auswahlmannschaft.
In dieser Liga hielt sich der SV Wiedenest mit wechselndem Erfolg 14 Jahre. Unter ihrem charismatischen Trainer Rolf Semrau belegte die 1. Mannschaft in der Kreisliga B Oberberg am Ende der Spielzeit 1986 / 87 mit vier Punkten Vorsprung auf die Reservemannschaft des VfL Gummersbach den 1. Tabellenplatz und stieg damit erstmals in die höchste Fußballklasse im Kreis, der Kreisliga A auf. Weiterhin unter Trainer Semrau konnte diese Klasse in der ersten Spielzeit gegen starke Konkurrenz nicht nur gehalten werden, Wiedenest belegte sogar einen sicheren Mittelfeldplatz. In der Spielzeit 1988 / 89 war der Kader unter Spielertrainer Andreas Clemens jedoch zu schwach besetzt, so dass man am Ende auf einem Abstiegsplatz stand.
In den folgenden 21 Jahren spielte der SV Wiedenest wieder in der Kreisliga B, ehe man am Ende der Spielzeit 2008 / 09 unter Trainer Michael Wever den bitteren Gang in die Kreisliga C Berg gehen musste.
Am Ende der Spielzeit 1979 / 80 wurde die A-Jugendmannschaft des SV Wiedenest Staffelsieger und stieg damit erstmals in die Sonderstaffel Oberberg auf, wo sie in ihrer ersten Spielzeit einen hervorragenden 8. Tabellenplatz belegten
Am 31. Mai 1980 erfüllte sich auch endlich der Traum vieler Weidenester Fußballanhänger, man hatte endlich seinen eigenen Sportplatz. Dieser befindet sich im Ortsteil Pernze im Bereich Olper Straße, Lieberhausener Straße, Kreuzstraße
Im Jahr des 40. jährigen Vereinsjubiläums spielt der SV Wiedenest, weiterhin unter Trainer Wever, immer noch in der Kreisliga C Berg; mit der steten Hoffnung auf bessere Zeiten
Timo Röttger, das neben Andreas Clemens wohl größte Talent des SV Wiedenest, fand seinen Weg von Wiedenest über die Jugendabteilung von Bayer 04 Leverkusen, der Profimannschaft des SC 07 Paderborn zu Dynamo Dresden, wo der sympathische Stürmer heute in der 3. Bundesliga spielt.
9. März 1930 (80 Jahre VfR Marienhagen)
Als sich im August des Jahres 1929 der örtliche Turnverein auflöste, fanden sich sehr schnell viele Bürger, die einen neuen Sportverein gründen wollten. Diesmal war es jedoch der aufstrebende Fußball, dem die ganze Aufmerksamkeit gelten sollte. Wilhelm Rötzel sammelte die Begeisterten um sich und rief sie am 9. März 1930 in der Gaststätte Jonas zusammen, um einen Fußballverein ins Leben zu rufen, der dann auch unter dem Namen Verein für Rasenspiele Marienhagen gegründet wurde. Vierzehn Tage später fand in derselben Gaststätte eine weitere Versammlung statt, in der der erste Vorstand gewählt und die Vereinsfarben rot und weiß festgelegt wurden. Zum 1. Vorsitzenden wählten die anwesenden Mitglieder Richard Feld, zum Stellvertreter Eugen Gries, Adolf Niersbach wurde Geschäftsführer, Kassenwart Anton Völler.
Die erste Spielzeit 1930 / 31 bestritt der VfR Marienhagen in der 2. Gauklasse Oberberg, der damals untersten Spielklasse. Sie spielten in der Gruppe 1 gegen den TuS Eckenhagen, dem SSV Hochwald, Blau-Weiß Elsenroth, dem BSV Frielingsdorf und der SpVg Rossenbach.
Die Spiele fanden inzwischen auf dem Schulplatz statt, den man unter größten Mühen in reiner Eigenleistung zu einem ordnungsgemäßes Spielfeld ausgebaut hatte.
In der Spielzeit 1938 / 39 spielte der VfR Marienhagen schon in der 1. Kreisklasse Oberberg.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs kam auch der Fußball im Oberbergischen nach und nach zum Erliegen. Trotzdem fanden sich in Marienhagen immer wieder Jugendliche zusammen, die dem Fußballsport auch weiterhin frönten. Diese Jugendlichen, darunter Rolf Dienes, Harald und Karl Willi Hackländer, Egon Reuber, Manfred Rötzel und Friedhelm Schneider sollten nur wenig die erste große Zeit des VfR Marienhagen einläuten
Als sich dann am 29. Juli 1945 90 Sportler aus 16 Vereinen im Saal Hammerschmidt Dieringhausen versammelten um in den folgenden Stunden die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Sportes im Oberbergischen Kreis zu schaffen, gehörten selbstverständlich auch Vertreter des VfR Marienhagen dazu. Der VfR Marienhagen wurde der Gruppe 3 Agger zugeteilt. Leider belegte der VfR in dieser Gruppe nur den 5. Tabellenplatz und fand sich zu Beginn der Spielzeit 1946 / 47 in der 2. Kreisklasse Oberberg wieder. Doch nur ein Jahr später spielte der VfR wieder in der 1. Kreisklasse
Der nächste Höhepunkt folgte am Ende der Spielzeit 1950 / 51, als man mit einem Punkt Vorsprung auf den SSV 08 Bergneustadt Kreismeister wurde und den Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein schaffte, eben mit Torwart Rolf Dienes, den Brüdern Hackländern und Friedhelm Schneider. Zeitgleich wird nach vorbildlicher Zusammenarbeit der VfR-Mitglieder mit der Dorfgemeinschaft der neue Sportplatz eingeweiht.
Vier Jahre konnte man sich in dieser Klasse halten. 1957 / 58 wurde man zwar wieder einmal Kreismeister, scheiterte in der Aufstiegsrunde an Victoria Manheim und dem TuS Mechernich. Erst 1964 / 65 wurde man unter Trainer Fritz Klein erneut Kreismeister und schaffte diesmal auch den Aufstieg in die Bezirksklasse. Diesmal konnte man sich sogar sieben Jahre halten. Fünf Jahre in der 1. Kreisklasse folgten am Ende der Spielzeit 1975 / 76 unter Trainer Hans Schreiner die vierte Kreismeisterschaft und der dritte Aufstieg in die Bezirksklasse. Nach nur einem Jahr belegt der VfR wieder einmal einen Abstiegsplatz und findet sich zu Beginn der Spielzeit 1977 / 78 unter Spielertrainer Jügen Behrendt erneut in der 1. Kreisklasse Oberberg wieder.
Diesmal bleibt der VfR Marienhagen für ganze 26 Jahre in der obersten Spielklasse im Kreis. Am Ende der Spielzeit 2002 / 03 belegen sie in der neu gegründeten Kreisliga A Berg unter Trainer Börny Alzer einen Abstiegsplatz, steigen aber im nächsten Jahr sofort wieder auf. Doch nur wiederum ein Jahr später landet der VfR Marienhagen unter Trainer Ingo Kippels erneut in der Kreisliga B; und in dieser Liga spielen sie auch im Jubiläumsjahr.
Der VfR Marienhagen hat in seiner Geschichte immer wieder überragende Spieler hervorgebracht.
- Hansi Huland, der aus der Jugend des VfR zum TuS Derschlag wechselte, und dort für anderthalb Jahrzehnte als einer der besten oberbergischen Spieler zum absoluten Leistungsträger aufstieg.
- Rolf Dienes, der an einem Lehrgang teilnahm, auf dem der DFB den Kader für die von Sepp Herberger trainierte Deutsche Amateurnationalmannschaft für das Fußballturnier bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki testet. Außerdem war er fast ein Jahrzehnt Stammspieler in der Kreisauswahl
- Hackländer, der als Student einige Spiele für die Deutsche Studentennationalmannschaft absolvierte
- Jürgen Klein, der bislang einzige Spieler aus dem Oberbergischen Kreis, der von einer Seniorenmannschaft zum einem Bundesligisten wechselte. Klein absolvierte Anfang der 70er Jahre 27 Bundesligaspiele für den FC Schalke absolvierte
- Rainer Petermann, der über den VfL Gummersbach zum TuS Lindlar kam, und dort in der obersten deutschen Amateurliga spielte
- Hansjörg Schneider, der als Torschützenkönig der Kreisliga A zunächst zum TuS Lindlar wechselte, wo er ebenfalls mit Rainer Petermann in der Oberliga spielte, dann über den FC Remscheid zu Fortuna Köln in der 2. Bundesliga kam. Dort wurde er sehr schnell Stammspieler und bestritt über 300 Zweitligaspiele
So ist es nicht verwunderlich, dass dem VfR Marienhagen einerseits der Ehrentitel „Fußballdorf“ anhängt, anderseits bei einer im November 2008 durchgeführten Wahl zur Mannschaft des Jahrhunderts“ mit Rolf Dienes, Hansi Huland, Jürgen Klein und Hansjörg Schneider gleich mit vier Spielern vertreten ist
23. Januar 1910 (100 Jahre Fußball in Gummersbach)
Am 23. Januar 1910 gründeten acht junge Männer den Fußballclub Teutonia Gummersbach. Zunächst wurde auf einer großen, aber sehr holprigen, Wiese gespielt, die Hermann Köster zur Verfügung gestellt hatte.
Noch im selben Jahr änderte man den Vereinsnamen in Viktoria Gummersbach. Die Mannschaft lief in einer schwarz-weißen Bluse mit einer roten Schärpe auf. Wenig später erhielten sie rote Trikots mit schwarzen Hosen
Im Jahr 1911 wurde die Wiese richtig planiert und zum ersten richtigen Fußballplatz im Oberbergischen Kreis ausgebaut. Die Tore wurden von Dr. C. H. Steinmüller gestiftet.
Im April 1913 vereinigte man sich mit dem FC Komet Gummersbach und der Betriebssportgemeinschaft der Fa. Steinmüller. Der neue Vereine erhielt den Namen Sport- und Spielverein Gummersbach.
Im April 1920 gehört der SSV Gummersbach zu den sechs Gründungsmitgliedern des Oberbergischen Rasensportverbands, womit die Grundlage für einen organisierten Spielbetrieb geschaffen war.
Die ersten Meisterschaftsspiele wurden auf einer großen Wiese auf dem Steinberg in Höhe der Hermannsburg ausgetragen
Im Jahre 1937 wurde die nationalsozialistische Philosophie der Machtkonzentration auch für den SSV Gummersbach bedeutsam. Auf politischen Druck mussten sich mehrere Gummersbacher Sportvereine, darunter der SSV Gummersbach zu einem Verein zusammenschließen. Der neue Verein nannte sich VfL Gummersbach 1861. Ähnlich erging es im selben Jahr dem Nachbarverein SSV Engelskirchen, der zum VfL Engelskirchen mutierte, oder besser bekannt, dem TV 48 Bochum, der zum VfL Bochum wurde
Im Verlauf des 2. Weltkriegs kam der geregelte Fußball im gesamten Oberbergischen Kreis zum Erliegen.
Bereits am 12. August 1945, gut drei Monate nach Kriegsende wurde der SSV Gummersbach als eigenständiger Verein neu gegründet. Die Spiele fanden inzwischen auf dem Sportplatz in der Lochwiese statt
Als sich am 21. Oktober 1945 Vertreter von oberbergischen Fußballvereinen im Gummersbacher Cafe Solbach trafen, um den geregelten Spielbetrieb neu zu organisieren, gehörte der SSV Gummersbach auch dazu. So nahm der Verein wie selbstverständlich an der am 11. November beginnenden ersten Spielrunde teil. Der SSV wurde in die Gruppe Agger gesetzt, wo man am Ende der Spielzeit hinter dem SSV 08 Bergneustadt und der TuRa Dieringhausen den dritten Tabellenplatz belegte. Im Verlauf dieser Spielzeit hatte sich der SSV Gummersbach freiwillig dem VfL Gummersbach angeschlossen.
Am 7. August 1948 benannte sich der Verein in SSV Gummersbach um, dies wurde jedoch bereits nach einem knappen Jahr wieder rückgängig gemacht.
Am Ende der Spielzeit 1953 / 54 erfolgte der Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein, und achtzehn Jahre später der erstmalige Aufstieg in die damals viertklassige Landesliga Mittelrhein. In dieser Liga hielt man sich 17 Jahre. Zu Beginn der 70er Jahre gehörte der VfL Gummersbach stets zu den besten Mannschaften der Liga und klopfte dabei mehrfach an die Tür zur Verbandsliga Mittelrhein, der höchsten Amateurliga in Deutschland.
In der Spielzeit 1973 / 74 spielte man in der 2. Runde des Westdeutschen Pokals (Vorstufe des DFB-Vereinspokals) gegen Alemannia Aachen (Regionalliga West), und verlor in der heimischen Lochwiese mit 2:6.
Am Ende der Spielzeit 1978 / 79 musste der VfL als Tabellenletzter den bitteren Gang in die Bezirksliga Mittelrhein antreten. Fünf Jahre später sogar in die Kreisliga A Oberberg. Unter Trainer Dietmar Weller schaffte man jedoch den direkten Wiederaufstieg und am Ende der Spielzeit 1988 / 89 sogar den Aufstieg in die Landsliga, wo man allerdings nur ein Jahr verblieb. Die nächsten Jahre wechselte der VfL zwischen Bezirksliga und Kreisliga A.
Im Jahr 2000 drohte die Insolvenz der überschuldeten Handballabteilung auch die Fußballer zu erfassen. So löste sich die Fußballabteilung aus dem Gesamtverein und gründete sich im März 2000 unter dem Namen 1. FC Gummersbach neu. Den steten Wechsel von Erfolg und Misserfolg hatten sie jedoch vom VfL mitgenommen. Nach drei Jahren in der Kreisliga A erfolgte der erstmalige Abstieg in die neuntklassige Kreisliga B. Unter Trainer Ralph Köhler wurde dann der Durchmarsch von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga gefeiert und dann ebenfalls unter Trainer Köhler der Durchmarsch wieder zurück in die Kreisliga B betrauert, alles in fünf Jahren. Und in dieser Kreisliga B Berg spielt der 1. FC Gummersbach unter Trainer Dietmar Herhaus immer noch.
Unvergessen mit dem Fußball in Gummersbach sind die Namen Alfred Schramm, Artur Samen, Paul Herhaus, Harald Bischler, Horst Hölken, Horst Rogge, die Brüder Herda (Hans-Georg, Peter und Dieter), Wolfgang Töpfer, Reinhold Tanzius, Wolfgang Träger, Bernd Podak, Horst Beuck, Detlef Havemann, Edmund Emmerich, Wolfgang Katzwinkel, Frank Riedel, Manfred Scholle, Stefan Witt, -um nur einige wenige zu nennen- die als Spieler, Trainer oder Funktionäre das Gesicht und das Geschick des Vereins teilweise über Jahrzehnte mitgeprägt haben.
15. Januar 1910 (100 Jahre TuS Belmicke)
Im Jahr 1910 hatte Belmicke zusammen mit den umliegenden Dörfern knapp 350 Einwohner. Einer davon hieß Matthias Meier, der vier Jahre zuvor von Wuppertal-Elberfeld nach Belmicke gezogen war, um als Lehrer an der Dorfschule tätig zu sein. Meier begeisterte sich von Beginn an fürs Turnen und als Gastwirt Josef Hütte an seine Gastwirtschaft einen Saal bauen ließ, fand er auch die passende Räumlichkeit. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich am 15. Januar die Jugendlichen zur Gründung eines Turnvereins in der Gastwirtschaft Hütte zusammenfanden. Wie erwartet wurde Lehrer Meier in der Gründungsversammlung zum 1. Vorsitzenden des TV Belmicke gewählt.
Während des 1. Weltkriegs kam der Sport in Belmicke völlig zum erliegen. Unter Hubert Engel wurde der Verein am 19. August 1919 wieder ins Leben gerufen.
Zwei Jahre später wurde der Lehrer Hermann Kerres nach Belmicke versetzt, um die Leitung der Schule zu übernehmen. Er kam ursprünglich aus Aachen und war ein begeisterter Anhänger des Fußballsports. Diese Begeisterung übertrug er in den folgenden Jahren auch auf die Jugendlichen, so dass man im Februar 1925 ein erstes Fußballspiel auf einer Weide nahe Belmicke austrug. Nach kurzer Zeit fand man auch ein wirklich geeignetes Gelände, wo man mit viel Mühe einen Fußballplatz errichtete. So entstand auf einer Höhe zwischen Belmicke und Benolpe, rechtsseitig der Straße ein Spielfeld von 90 Meter Länge 50 Meter Breite.
Am 9. August 1925 beschlossen die Mitglieder in einer Versammlung, vor allem auf Initiative von Hermann Kerres hin, aus dem Deutschen Turnerbund auszutreten und sich dem Verband der Deutschen Jugendkraft (DJK) anzuschließen. So wurde der TV Belmicke Mitglied im DJK-Bezirk Aggertal. Ausdrücklich wurden im Verein neben dem Fußball auch weiterhin die Sportarten Leichtathletik und Turnen betrieben. Kerres war zu diesem Zeitpunkt 1. Vorsitzender des Vereins. Er war nicht nur für den Belmicker Sport sondern auch für den gesamten Sportbetrieb im DJK-Bezirk Aggertal eine unverzichtbare Größe.
Der TV Belmicke spielte in der Meisterschaft in der Gruppe Aggertal gegen die Vereine DJK Victoria Dieringhausen, Lindlar und Overath. Wie gut die Mannschaft war, zeigte sich nur wenige Jahre später, als sie am Ende der Spielzeit 1930 / 31 überlegen die Meisterschaft vor Engelskirchen gewannen.
Die Begeisterung der Bevölkerung über die gewonnene Meisterschaft nutzte Kerres, um für den Verein mit Erfolg einen neuen Sportplatz zu bekommen. Am 16. August 1931 wurde auf einer Höhe östlich von Belmicke der neue Sportplatz vor einer großen Besucherzahl eingeweiht. In einem Freundschaftsspiel verlor man allerdings gegen Bergneustadt mit 1:4.
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung hatten vor allem die DJK Vereine immer mehr unter den Repressalien des Staates zu leiden, bis sie im Jahr 1935 endgültig verboten wurden. Mit diesem Verbot erstarben auch die offiziellen sportlichen Aktivitäten in Belmicke, es gab lediglich inoffizielle Freundschaftsspiele ohne direkte Namensnennung. Während des 2. Weltkriegs fanden 16 aktive Sportler des TV Belmicke den Tod.
Am 30. September 1945 trafen sich auf Initiative von Hubert Frohne hin fast vierzig Bürger in der Gastwirtschaft Josef Bieker, um den vor zehn Jahren verbotenen Sportverein wieder aufleben zu lassen. Den Sportplatz hatte man bereits vorher notdürftig wieder hergerichtet. In der Versammlung wurde zunächst die Notwendigkeit eines eigenen Sportvereins bestätigt, dann wurde Hubert Frohne zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Name des Vereins lautete nun Turn- und Spielverein Belmicke. In dieser Gründungsversammlung wurde ebenfalls beschlossen, dass man sich dem Deutschen Fußballbund anschließt. So wurde der TuS Belmicke Gründungsmitglied der im November 1945 beginnenden ersten Spielserie nach dem Krieg. Man spielte in der Gruppe Agger gegen den SSV 08 Bergneustadt, Borussia Derschlag, TuRa Dieringhausen, SV Frielingsdorf-Scheel, VfL Gummersbach, VfR Marienhagen und dem SSV Marienheide. Zwar belegte man am Ende den vorletzten Platz und musste damit in die 2. Kreisklasse absteigen, doch zeigte man mehrfach, dass man gegen die großen des Kreises mithalten konnte.
In den letzten beiden Meisterschaftsspielen dieser Gründungsspielzeit hatte man sich mit drei guten Spielern aus Drolshagen verstärkt. Weil es für den TuS Drolshagen im Kreis Olpe noch keine Möglichkeit bestand, den regulären Spielbetrieb aufzunehmen, betrieb man sowohl von Belmicker als auch von Drolshagener Seite aus den Zusammenschluss. Am 13. April 1946 trafen sich die Vertreter beider Vereine im Gasthof Stahl in Stupperhof und besprachen die Einzelheiten. Schon an diesem Abend konnte man die Bildung des Vereins Turn- und Sportverein Drolshagen-Belmicke verkünden, Obwohl die Mannschaft nun einen wirklich guten Standard erreichten und von renommierten auswärtigen Trainer betreut wurden, schafften sie am Ende der Spielzeit 1946 / 47 nicht den erhofften Aufstieg in die 1. Kreisklasse Oberberg, man musste sich mit dem enttäuschenden Platz 4 begnügen. Da sich inzwischen für Drolshagen die sportliche Situation im Kreis Olpe gebessert hatte, trennten sich beide Vereine im Juli 1947 bereits wieder.
Die nächsten Jahre blieb dem TuS Belmicke trotz großer Anstrengungen der große Erfolg verwehrt, bis sie am Ende der Spielzeit 1953 / 54 nach einem 1:0 Sieg beim SV Frömmersbach als Meister ihrer Staffel und damit als Aufsteiger in die 1. Kreisklasse Oberberg feststanden. Drei Jahre lang konnte man sich in der höchsten oberbergischen Klasse halten, ehe man im Juni 1957 wieder absteigen musste. Doch nur zwei Jahre später erfolgte die Rückkehr. Am 24. Mai 1959 wurde auf dem Sportplatz in Derschlag das Entscheidungsspiel um den Aufstieg ausgetragen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es zwischen dem TuS Belmicke und dem SV Sinspert-Wehnrath 1:1 unentschieden. Erst in der Verlängerung setzte sich Belmicke entscheidend durch und gewann noch deutlich mit 4:1.
Wiederum nur zwei Jahre später erfolgte dann der endgültige Abstieg aus der 1. Kreisklasse.
In den nächsten 17 Jahren blutete die Mannschaft immer mehr aus. Viele der alten Kämpen hängten ihre Fußballschuhe an den Nagel, die neuen, die nachkamen, hatten nicht immer ihre Qualität, so dass der TuS Belmicke am Ende der Spielzeit 1977 / 78 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den bitteren Gang in die unterste Spielkasse antreten musste. Mit einem neuen Sportplatz im Rücken und mit der Erfahrung von einigen älteren Spielern, die es noch einmal wissen wollten, schaffte man mit einem Punkt Vorsprung auf die Reservemannschaft des SSV Marienheide die sofortige Rückkehr in Kreisliga B Oberberg
Die nächsten dreißig spielte man dann mit recht wechselnden Erfolg fast durchgehend in dieser Liga, wobei man Anfang der Neunziger einmal in die Kreisliga C abstieg um im folgenden Jahr den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen, und Ende der Neunziger zweimal als Tabellenweiter nur sehr knapp am Aufstieg in die Kreisliga A scheiterte.
Am Ende der Spielzeit 2008 / 09 stieg der TuS Belmicke dann zum dritten Mal in die Kreisliga C Berg ab.
11. Januar 1960 (Andreas Harnisch wird 50)
Andreas Harnisch wurde am 11. Januar 1960 in Nümbrecht geboren. Nach seinem Umzug nach Reichshof-Heienbach schloss er sich der Jugendabteilung des TuS Brüchermühle an. Mit seinem Wechsel in die A-Jugend wechselte der talentierte Mittelfeldspieler zum RS 19 Waldbröl, wo er in den Spielzeiten 1976/77 und 1977/78 jeweils Kreismeister wurde.
Mit seinem Eintritt in den Seniorenbereich schloss er sich dem TuS Wiehl an, die zu diesem Zeitpunkt in der sechstklassigen Bezirksliga Mittelrhein spielten. Obwohl er viele Angebote von teils höherklassigen Vereinen hatte, blieb Harnisch vier Jahre dort. Erst als Wiehl am Ende der Spielzeit 1981/82 in die Kreisliga A Oberberg absteigen musste, entschloss sich Harnisch zum Wechsel und ging zum Verbandsligisten TuS Lindlar, für den hiesigen Bereich eine große Hausnummer im Amateurfußball.
Zwar musste er auch hier direkt im ersten Jahr den bitteren Abstieg miterleben, doch schaffte der TuS den direkten Wiederaufstieg und etablierte sich in den folgenden Jahren als feste Größe in der Verbandsliga. Am Ende der Spielzeit 1985/86 stand Lindlar auf dem 1. Tabellenplatz und schaffte damit dem Aufstieg in die Oberliga Nordrhein, wo Gegner wie Schwarz-Weiß Essen, der MSV Duisburg, Viktoria Köln, Bonner SC, dem Wuppertaler SV oder der BVL 08 Remscheid auf die Bergischen warteten. Zwar stand man am Ende dieser Spielzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz, trotzdem hatte man sich letztlich in der höchsten Amateurliga gut verkauft. Harnisch blieb dann noch ein Jahr und Lindlar und versuchte vergeblich den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.
Berufsbedingt schloss er sich zu Beginn der Spielzeit 1988/89 dem ambitionierten Kreisliga-A-Verein TuS Wiehl an. Die spannende Saison hatte ihren Höhepunkt am viertletzten Spieltag, als Wiehl vor 1.300 Zuschauer beim direkten Verfolger SV Morsbach gewann und damit den Aufstieg in die Bezirksliga sicher hatte. In der folgenden Spielzeit startete Wiehl sehr gut, bleib dann jedoch im Mittelmaß hängen. Erlebnisse dieser Zeit waren sicherlich die Freundschaftsspiele gegen den 1. FC Köln und dem schottischen Erstdivisionär Celtic Glasgow.
Zu Beginn der Spielzeit 1990/91 wechselt Harnisch zum SSV Marienheide, die zu diesem Zeitpunkt noch in der Bezirksliga Mittelrhein spielten. Am Ende stand ein deutlicher Vorsprung und der Aufstieg in die Landesliga. In der Folgezeit zog der Verein mit gutem finanziellem Rückhalt viele gute Spieler, zum Teil ehemalige Lindlarer Oberligaspieler, an, und schaffte so nur ein Jahr später fast ebenso souverän den Aufstieg in die Verbandsliga Mittelrhein. Harnisch blieb noch ein Jahr in Marienheide.
Zu Beginn der Spielzeit 1993/94 stand Harnisch zum ersten Mal als Spielertrainer beim TuS Wiehl auf dem Platz. Den Bezirksligisten betreute Harnisch fast zweieinhalb Jahre lang, ehe er im Dezember 1995 von seinem Amt zurücktrat.
In der folgenden Spielzeit wurde er Spielertrainer beim westfälischen Kreisligisten SC Drolshagen, wo er im März 1997 das Engagement nach Differenzen mit dem Vorstand vorzeitig beendete.
In der Spielzeit 1997/98 betreute Harnisch den Kreisliga-A-Verein TuS Eckenhagen, den er ganz souverän an die Tabellenspitze führte, letztlich von der Reserve des SSV Marienheide noch abgefangen wurde und dann über die Relegation doch den Aufstieg in die Bezirksliga Mittelrhein schaffte. Die folgende Spielzeit in der Bezirksliga stand von Beginn an unter einem schlechten Stern, so dass Harnisch bereits im September sein Amt abtreten musste. In derselben Spielzeit wurde er dann Spielertrainer beim SSV Homburg-Nümbrecht.
Nach seiner Zeit in Nümbrecht wurde er dann zum zweiten Mal Trainer beim FV Wiehl, die inzwischen in die Kreisliga A abgestiegen waren. Im Dezember 2002 ist jedoch wieder Schluss, da die Ansichten des Vereins und Harnischs doch erheblich voneinander abwichen. Leider konnte der hochtalentierte und filigrane Techniker Harnisch seine teils visionären Vorstellungen von Fußball nur selten mit den vorgefundenen Möglichkeiten überein bringen, so dass es immer wieder zu Differenzen kam.
Im Februar 2008 fand Harnisch dann doch wieder den Weg zum Fußball zurück, als er in der Funktion des Sportlichen Leiters in den Vorstand des Landesligisten SSV 08 Bergneustadt gewählt wurde.
Im November des Jahres 2008 wurde Harnisch von Experten aus dem Umfeld des Oberbergischen Fußballs in die „Mannschaft des Jahrhunderts“ gewählt
22. Dezember 1949 (Jürgen Klein wird 60)
Jürgen Klein wird am 22. Dezember 1949 in Wiehl-Marienhagen geboren. Schon in jungen Jahren tritt Klein dem örtlichen VfR Marienhagen bei. Bereits in der A-Jugend zeigt sich sein herausragendes Talent, als er Stammspieler in der Kreisauswahl wird. So wird er vorzeitig zum Senior erklärt und spielt schon mit 17 Jahren in der Seniorenmannschaft, die zu dieser Zeit in der fünftklassigen Bezirksklasse Mittelrhein vertreten sind. Auch dank seines Könnens schafft der VfR stets den Klassenerhalt, ehe sie am Ende der Spielzeit 1970/71 doch in die 1. Kreisklasse Oberberg absteigen müssen.
In der folgenden Spielzeit kommt es in Wiehl zu einem Freundschaftsspiel zwischen dem starken Bundesligisten FC Schalke 04 und einer Wiehler Stadtauswahl. Vor diesem Spiel fragt Wiehls Trainer Hartmut Neuhoff den 22-jährigen Jürgen Klein, ob er sich zutraue gegen Stan Libuda zu spielen, der an seinen guten Tagen ohne Zweifel zu den besten Außenstürmern der Welt gezählt werden darf. Mit dem richtigen Schuss Selbstbewusstsein bejaht Klein diese Frage, und macht anschließend eines seiner besten Spiele. Libuda bekommt während der 90 Minuten keine Schnitte gegen den ehrgeizigen Verteidiger. Schalkes Trainer Ivica Horvat ist von Kleins Leitung so angetan, dass er dem sechstklassigen Kreisklassenspieler ein Vertragsangebot für die Lizenzspielermannschaft unterbreiten lässt.
So läuft Jürgen Klein am 11. November 1972 Spiel gegen den 1. FC Köln erster und bis heute auch einziger Fußballspieler aus dem Seniorenbereich des Oberbergischen Kreises zu einem Bundesligaspiel auf. Insgesamt kommt Klein bei den „Königsblauen“ zu 27 Einsätzen in der Bundesliga und fünf Einsätzen im DFB-Vereinspokal.
Nach zwei Spielzeiten, in denen die vom Bundesligaskandal krisengeschüttelten Schalker jeweils sicher die Klasse halten können, wechselt Klein zu Beginn der Spielzeit 1974/75 zur DJK Gütersloh, die in der 2. Bundesliga, Staffel Nord spielen. Zwei Jahre lang kann der DJK die Klasse halten, dann folgt am Ende der Spielzeit 1975/76 der Abstieg in die Verbandsliga Westfalen. Klein bleibt dem Verein treu und zeigt bis zu seiner schweren Beinverletzung stets vollen Einsatz. Insgesamt bestreitet Klein für die DJK in der 2. Bundesliga 57 Meisterschaftsspiele, wobei er sogar vier Tore erzielt, und mehrere DFB-Vereinspokalspiele. Dabei gelingt ihm in der 2. Runde gegen die SG 99 Andernach ein sensationeller Erfolg, als er in der 65. Minute eingewechselt wird und in der 67. und 68. Minute mit einem Doppelschlag das Spiel entscheidet.
Zu Beginn der Spielzeit 1977/78 kehrt Klein dann wieder ins Oberbergische zurück und meldet sich beim Landesligisten VfL Gummersbach an. Klein wird den Erwartungen, die man von ihn als ehemaligen Bundesligaprofi hat, jedoch selten gerecht, da er immer noch unter den Folgen seiner schweren Verletzung leidet, und daher sein wahres Können nicht richtig abrufen kann. Am Ende seiner zweiten Spielzeit beim VfL wird Gummersbach abgeschlagen Tabellenletzter und muss in die Bezirksliga Mittelrhein absteigen.
So wechselt Klein erneut und kehrt damit endgültig zum Ursprung seiner Laufbahn zurück, zum VfR Marienhagen, die zudem immer noch in der Kreisliga A Oberberg spielen. Im Laufe der Spielzeit 1983/84 wird Klein als Nachfolger des abgelösten Wolfgang Becker Spielertrainer der 1. Seniorenmannschaft. Diese Position bekleidet er mehrere Jahre lang, ehe er sich vom aktiven Sport zurückzieht.
Im Sommer des Jahres 2006 fällt Klein ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachen soll.
Klein stirbt am 29. Oktober 2006 in Wiehl.
Am heutigen Tag wäre er 60 Jahre alt geworden
Wie gut Klein den Bürgern jedoch im Gedächtnis haften geblieben ist, zeigte sich im November vergangenen Jahres, als er bei einer von der Oberbergischen Volkszeitung (OVZ) unterstützten Befragung von oberbergischen Fußballexperten mit einer hohen Stimmenzahl in die „Mannschaft des Jahrhunderts“ gewählt wurde.
4. Dezember 1949 (Detlev Havemann wird 60)
Detlef Havemann wird am 4. Dezember 1949 in Rathenow an der Havel geboren. Schon in jungen Jahren verschlägt es ihn nach Gummersbach, wo er sich der Jugendabteilung des VfL Gummersbach anschließt. Aufgrund seines außergewöhnlichen Könnens wird der geborene Mittelstürmer schnell Stammspieler in der A-Jugend Kreisauswahlmannschaft. Gleichzeitig erhält er seine ersten Einsätze in der 1. Mannschaft des VfL Gummersbach, die zu diesem Zeitpunkt in der viertklassigen Landesliga Mittelrhein spielt.
In dieser Klasse hält sich der VfL weitere zehn Jahre lang, wobei er mehrfach um die Meisterschaft mitspielt und dabei an die Tür zur Verbandsliga, der obersten Amateurliga des Verbandes Mittelrhein, anklopft. Am Ende der Spielzeit 1978 / 79 belegt der VfL in seiner Staffel jedoch den letzten Tabellenplatz und muss den bitteren Weg in die Bezirksliga Mittelrhein antreten. In der Spielzeit 1980 / 81 trainiert Havemann nebenbei die A-Jugendmannschaft des VfL Gummersbach, und wird im April 1981 nach der Entlassung von Trainer Hans Schreiner Spielertrainer der Seniorenmannschaft.
Diese Tätigkeit übt Havemann die folgenden zwei Spielzeiten aus, jedoch muss der VfL Gummersbach am Ende der Spielzeit 1982 / 83 aufgrund der schlechteren Tordifferenz in die Kreisliga A Oberberg absteigen. Diese Episode dauert indes nur ein Jahr, da sich der VfL am Ende dieser Spielzeit aufgrund einer um drei Toren besseren Tordifferenz gegen den TuS Brüchermühle durchsetzt und wieder in die Bezirksliga aufsteigt. In den folgenden zwei Jahren ist Havemann nur Spieler, die Klasse kann jeweils souverän gehalten werden.
Zur Spielzeit 1986 / 87 wird Havemann Spielertrainer bei der SpVg Dümmlinghausen-Bernberg in der Kreisliga A. In seiner zweiten Saison muss die SpVg jedoch in die Kreisliga B absteigen.
Zur neuen Spielzeit heuert Havemann dann als normaler Spieler beim BV 09 Drabenderhöhe in der Kreisliga A Oberberg an. In seinem dritten Jahr, Im März 1991, löst er seinem langjährigen ehemaligen Mitspieler Wolfgang Katzwinkel ab, und wird Spielertrainer der Mannschaft. Trotzdem steht der BV 09 am Ende dieser Spielzeit auf einem Abstiegsplatz, und muss in die Kreisliga B absteigen
In der Spielzeit 1991 / 92 spielt Havemann wieder beim VfL Gummersbach, diesmal jedoch in der Reservemannschaft des Vereins in der Kreisliga B Oberberg.
In den folgenden Jahren ist Havemann zunächst beim TuS Brüchermühle in der Kreisliga A Oberberg aktiv und dann beim SV Frömmersbach in der Kreisliga B Oberberg.
Im Februar 1997 wird Havemann als Nachfolger von Torsten Meirich neuer Trainer beim TuS Brüchermühle in der Kreisliga B Oberberg. In der folgenden Spielzeit, mit inzwischen 48 Jahren, ist Havemann weiterhin als Spielertrainer beim TuS aktiv
Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn spielt Havemann in der Altherrenmannschaft des VfL Gummersbach weiter, Ob Ü32, Ü40 oder Ü50; Havemann, der die 50 schon weit überschritten hat, hat seinen Stammplatz stets sicher. So schafft er mit diesem Mannschaften bereits diverse Kreismeisterschaften, und wird auch mit 60 Jahren wohl noch weitere anstreben!
3. September 1949 (Helmut Lewandowski wird 60)
Helmut Lewandowski wurde am 3. September 1949 in Essen geboren. Als Erwachsener kam der Pädagoge Anfang der 70er Jahre ins Oberbergische, wo er sich dem TuS Wiehl anschloß, der zu diesem Zeitpunkt in der fünftklassigen Bezirksklasse Mittelrhein spielte. Dem Verein hielt Lewandowski auch die Treue, als er am Ende der Spielzeit 1981 / 82 als Vorletzter in die Kreisliga A absteigen musste.
Im selben Jahr wurde Lewandowski Leiter der Jugendabteilung seines Vereins. In den folgenden Jahren spielte er einerseits in der 1. Mannschaft anderseits trainierte er immer wieder sehr erfolgreich diverse Jugendmannschaften und kümmerte sich außerdem noch um die Belange der gesamten Jugendabteilung, die in Wiehl stets sehr umfangreich war.
Im Jahr 1988 rief er, gemeinsam mit den beiden Jugendtrainern Hartmut Livree und Reinhold Alex, ein größeres Jugendturnier ins Leben. Dieses UNICEF-Turnier findet seitdem jeden Sommer statt. Die erzielten Einnahmen und Spenden fließen zu einem Teil in die eigene Nachwuchsarbeit, zum anderen sollten aber auch die weit weniger privilegierten Kinder in ärmeren Regionen nicht vergessen werden. So wurde jedes Jahr ein größerer Geldbetrag an das Kinderhilfswerks UNICEF gespendet. Mit der Zeit konnten so knapp 20.000 Euro überwiesen werden. Bei den E-Junioren siegte damals die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln. Bei den F-Junioren gewann Bayer Wuppertal vor dem FC Schalke 04.
Im Jahr 1990 übernahm er nach einem Traumstart von 0:20 Punkten aus den ersten zehn Meisterschaftsspielen gemeinsam mit Holger Neuburg das Training der Reservemannschaft des TuS Wiehl, und führte diese noch auf einen gesicherten Tabellenplatz. Immer wieder stellte sich Lewandowski in den Dienste der Mannschaft, so dass er in der Spielzeit 1996 / 97 noch als 44-jähriger seinen Mann in der Abwehr stand.
Im Februar des Jahres 1998 wurde Lewandowski auf dem Jugendtag des Fußballverbandes Mittelrhein als Schulsportreferent in den FVM [Fußballverband Mittelrhein]-Jugendbeirat gewählt.
Im November des Jahres 2000 übergab Lewandowski nach 18-jähriger Tätigkeit das Amt des Jugendleiters an Hans Jordan.
Am 14. Juni 2001 wurde Lewandowski auf dem FVM-Verbandsjugendtag in Hennef für drei Jahre als Vorsitzender des Schulfußballausschusses in der FVM-Jugendbeirat gewählt. Zu seinen Aufgaben zählten die Leitung des Schulfußballausschusses, er war Mitglied im WFLV [Westdeutscher Fußball- und Leichtathletikverband]-Schulfußballausschuss u. im WFLV-Jugendbeirat, die Vertretung des VJA [Verbandsjugendausschuss] im F&B [Freizeit- und Breitensport]-Ausschuss (beratend), die Leitung der Schulrunde "Jugend trainiert für Olympia", die Betreuung und Organisation von Schulaktionen, die Leitung der zentralen und regionalen Lehrer(innen)fortbildung, außerdem war der Mitglied in der DFB-Schulexpertenkommission
Am 25. April 2002 fand nach 48 Jahren zum zweiten Mal ein Fußball-Länderspiel im Oberbergischen Kreis statt. Auf Initiative des SPD-Bundestagsabgeordneten Julius Beucher, der zu diesem Zeitpunkt Vorsitzender des Sportausschusses im Bundestag war, und Helmut Lewandowski fand das U18-Junioren-Länderspiel Deutschland - Kanada im Wiehltalstadion statt. Vor 4.500 begeisterten Zuschauern siegte Deutschland mit 2:1.
Im Mai desselben Jahres beteiligte sich auch das Kinderhilfswerk UNICEF aktiv an der Gestaltung des größten Oberbergischen Jugendfußballturniers. Hierdurch wurde das Turnier wesentlich aufgewertet.
Am 25. Mai 2004 fand der DFB-Wettbewerb "Talente 2006 - Die FIFA-WM in der Schule" zum ersten mal auch im Oberbergischen statt - Organisator Helmut Lewandowski war von der Leistung der Nachwuchskicker begeistert.
Im Mai des Jahres 2008 wurde das UNICEF-Turnier zum 20. Mal durchgeführt. Diesmal nahmen wieder rund 2.000 Jugendliche in 180 Mannschaften teil. Es ist inzwischen zum größten Jugendturnier im Bereich des Fußballkreises Berg angewachsen. Neben den reinen Vereinsmannschaften streiten auch immer mehr Schulmannschaften um die Pokale
Zurzeit ist Lewandowski immer noch Vorsitzender des Schulfußballausschusses des Fußballverbands Mittelrhein
27. Juli 1949 (Dietmar Krumpholz wird 60)
Dietmar Krumpholz wurde am 27. Juli 1949 in Bergneustadt geboren. Beim heimischen SSV 08 spielte er als Stürmer in den Jugendmannschaft.
Da der SSV 08 Bergneustadt in der Spielzeit 1967 / 68 nur in der 1. Kreisklasse Oberberg spielte, wechselte der talentierte Krumpholz zum VfL Gummersbach, die in der viertklassigen Landesliga spielten, damals die zweithöchste Amateurklasse. Trotz seiner Jugend zählte er von Anfang an zum Kader der 1. Mannschaft. Drei Jahre lang spielte Krumpholz erfolgreich beim VfL, bis er zur Spielzeit 1970 / 71 zum SSV 08 Bergneustadt zurückkehrte.
Diese spielten zwar immer noch nur in der 1. Kreisklasse, hatten inzwischen jedoch eine sehr junge und ehrgeizige Mannschaft aufgebaut. Bereits in seiner ersten Spielzeit schaffte der SSV den lang ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein. Auch in der Bezirksklasse konnte der SSV überzeugen und wurde am Ende Vierter. Krumpholz war inzwischen mehrfach in die Kreisauswahlmannschaft berufen worden. Im folgenden Jahr wurde der SSV hinter der fast unschlagbaren Mannschaft der SSG 09 Bergisch Gladbach hervorragender Zweiter. Umso überraschender erfolgte zur Spielzeit 1973 / 74 der Wechsel zum Ligakonkurrenten SV Sinpert-Wehnrath.
Am Ende dieser stieg Sinspert jedoch als Drittletzter in die 1. Kreisklasse Oberberg an, um in der folgenden Spielzeit souverän wieder aufzusteigen. Trotzdem wechselte Krumpholz zum zweiten Mal nach Bergneustadt, die inzwischen in die Landesliga aufgestiegen waren.
Drei Jahre spielte Krumpholz als Stammspieler mit dem SSV in der Landesliga und sorgte mit dafür, dass die Mannschaft niemals ernsthaft in Abstiegsgefahr geriet.
Zur Spielzeit 1978 / 79 wurde Krumpholz Spielertrainer beim SV Frömmersbach, die in der Kreisliga A Oberberg spielten. In dieser Spielzeit schaffte er mit der Mannschaft den Einzug in Kreispokalendspiel, wo sie dem zwei Klassen höher spielenden SSV 08 Bergneustadt erst im Wiederholungsspiel unterlagen. In der Tabelle belegten sie punktgleich mit dem SSV Wildbergerhütte und dem BV 09 Drabenderhöhe den 1. Tabellenplatz. In der Aufstiegsrunde unterlagen sie jedoch dem SSV Wildbergerhütte mit 0:1 und mussten den Traum vom Aufstieg begraben. Krumpholz agierte noch zwei weitere Jahre als Spielertrainer beim SV, ohne die Erfolge auch nur annähernd wiederholen zu können.
Zur Spielzeit 1981 / 82 wechselte Krumpholz als Spieler zum SSV Marienheide, die zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in der Kreisliga A Oberberg spielten. Mit zwei Punkten Vorsprung auf Hansa Vollmerhausen sicherte sich der SSV die Kreismeisterschaft und stieg damit in die Bezirksliga Mittelrhein auf. Vier Jahre spielte er mit wachsendem Erfolg in der Bezirksliga, ehe der SSV am Ende der Spielzeit 1985 / 86 mit sieben Punkten Vorsprung auf Borussia Kalk den Aufstieg in die Landesliga Mittelrhein schaffte. Ein Jahr spielte er noch selber in der Landesliga, ehe er zu Beginn der Spielzeit 1987 / 88 mit 38 Jahren seine aktive Laufbahn beendete und den SSV Marienheide als Trainer übernahm. Im Oktober 1988 trat Krumpholz dann überraschend von seinem Amt als Trainer zurück.
Im folgenden Jahr übernahm Krumpholz noch einmal für ein Jahr den Trainerposten beim SV Frömmersbach, die inzwischen in die Kreisliga B Oberberg abgestiegen waren.
24. Juni 1949 (Günter Leßmann wird 70)
Günter Leßmann wurde am 24. Juni 1939 im schlesischen Langenneundorf geboren. Seine fußballerischen Fähigkeiten erlernte in den verschiedenen Jugendmannschaften des SSV 08 Bergneustadt.
In der Spielzeit 1957 / 58 wurde er als Läufer das erste Mal in der Seniorenmannschaft eingesetzt, die in diesem Jahr in der viertklassigen Landesliga Mittelrhein spielten. Dort entwickelte er sich so gut, dass er schon nach kurzer Zeit Stammspieler wurde. Die Mannschaft hielt sich über mehrere Jahre souverän in dieser Liga, ehe sie am Ende der Spielzeit 1960 / 61 als drittletzter den bitteren Weg in die Bezirksklasse antreten mussten.
Leßmann bleib dem Verein treu, und schaffte schon zwei Jahre später den Wiederaufstieg in die Landesliga. Doch diesmal konnte sich der SSV nicht halten und stand am Ende dieser Spielzeit erneut auf einem Abstiegsplatz. Leßmann spielte noch zwei Jahre in Bergneustadt.
Zur Spielzeit 1966 / 67 wechselte Leßmann zum VfL Gummersbach, die zu diesem Zeitpunkt mit hohen Erwartungen in der Bezirksklasse spielten. Am Ende dieser Spielzeit standen sie dann auch, jedoch punktgleich mit dem TuS Lindlar, an der Tabellenspitze. In einem angesetzten Entscheidungsspiel wurde der TuS Lindlar am 21. Mai 1967 vor über 5.000 Zuschauer in Engelskirchen durch ein Tor von Siegfried Siegel mit 1:0 besiegt. Der VfL sicherte sich damit den erstmaligen Aufstieg in die Landsliga.
In den folgenden fünf Jahre spielte Leßmann mit dem VfL Gummersbach stets in der Landesliga und gehörte eigentlich jedes Mal zu den Stammkräften.
Mit 33 Jahren beendete Leßmann seine aktive Laufbahn um anschließend ins Trainergeschäft einzusteigen. Seine erste Station war in der Spielzeit 1973 / 74 der SV Frömmersbach, der in der 1. Kreisklasse Oberberg spielte. Nach einem weiteren Jahr ging Leßmann zum SV Sinspert-Wehnrath und schaffte mit der Mannschaft bereits im ersten Jahr den Aufstieg in die Bezirksklasse Mittelrhein.
1976 / 77 heuerte Leßmann beim FC Aggertal an, im folgenden Jahr beim RS 19 Waldbröl, beide Mannschaften spielten jeweils in der 1. Kreisklasse Oberberg. Im Oktober 1979 übernahm er das Traineramt beim A-Kreisligisten TuS Eckenhaben, legte es nach kurzer Zeit jedoch wieder nieder. Im Sommer 1980 wurde er Trainer beim A-Kreisligisten SSV Wildbergerhütte, die am Ende der Spielzeit mit dem 2. Tabellenplatz hinter dem RS 19 Waldbröl den Aufstieg nur knapp verpassten. 1983 / 84 war Leßmann Trainer beim FC Hansa Vollmerhausen und führte die mit regionalen Stars gespickte Mannschaft auf Anhieb zur Meisterschaft und in die Bezirksklasse Mittelrhein.
Damit beendet er jedoch auch seine Karriere als Trainer, denn es sollte sein letztes Traineramt sein. Nach über 27 aktiven Jahren trat auch einer der ganz großen Persönlichkeiten des Oberbergischen Fußballs ab.
18. April 2009 (Nachruf auf Rolf Dienes)
Rolf Dienes wurde am 3. September 1928 in Gummersbach, Ortsteil Neudieringhausen geboren.
Die ersten fußballerischen Schritte machte er in den Jugendmannschaften des VfR Marienhagen. In der Spielzeit 1946 / 47 stand er das erste Mal im Tor der Seniorenmannschaft des VfR, die zu diesem Zeitpunkt noch in der 2. Kreisklasse spielten, mit Dienes im Tor jedoch bereits in dieser Spielzeit den Aufstieg in die 1. Kreisklasse schafften.
In der Spielzeit 1950 / 51 wurde Marienhagen zum ersten Mal Kreismeister und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein auf.
In dieser Zeit wurde Dienes auch zum ersten Mal in die Oberbergische Kreisauswahl berufen, in der er über fast ein Jahrzehnt hinweg ein fester Bestandteil war.
Im folgenden Jahr nahm Dienes, der durch seine überragenden Leistungen auch überregional bekannt wurde, an einem Lehrgang teil, auf dem der DFB den Kader für die von Bundestrainer Sepp Herberger trainierte Deutsche Amateurnationalmannschaft für das Fußballturnier im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in Helsinki testet.
Im Jahr 1954 wechselt Dienes zum damaligen Bezirksligisten SSV 08 Bergneustadt. In seinem zweiten Jahr stieg er mit Bergneustadt in die Landesliga Mittelrhein auf, der zweithöchsten Amateurliga. Hier stand er jahrelang als unumstrittener Stammspieler im Tor, nur vertreten, wenn er sich mal wieder eine seiner vielen Verletzungen zuzog. Dienes war ein energischer Torwart, der sich nicht scheute, sich auch mal vor die Füße einschussbereiter Stürmer zu schmeißen und daher immer wieder verletzt wurde.
1960 war er für ein Jahr sogar als Spielertrainer beim SSV tätig, konnte den Abstieg in die Bezirksklasse jedoch nicht verhindern. Im folgenden Jahr beschränkte er sich dann ganz auf seine Tätigkeit als Trainer. Gegen Ende dieser Spielzeit wurde Dienes Trainer beim Ligakonkurrenten VfL Gummersbach, wo er dann weitere zwei Spielzeiten blieb
1964 kehrte Dienes dann wieder zum SSV 08 Bergneustadt zurück, nur musste er in seinem zweiten Jahr den Abstieg in die 1. Kreisklasse Oberberg hinnehmen. Zwar wurden sie im darauf folgenden Jahr überlegen Kreismeister, scheiterten jedoch in der Aufstiegsrunde zur Bezirksklasse.
1967 kehrte Dienes für ein Jahr als Trainer zu seinem Heimatverein VfR Marienhagen zurück, die zu diesem Zeitpunkt in der 1. Kreisklasse spielten. In nächsten Jahr folgte sein drittes Engagement beim SSV 08 Bergneustadt, ebenfalls 1. Kreisklasse Oberberg.
Nach einem kurzen Gastspiel beim westfälischen Hützemerter SV wurde Dienes Trainer beim RSV Meinerzhagen, die zu diesem Zeitpunkt in der Verbandsliga Westfalen, der höchsten Amateurliga spielten.
Auch nach seiner aktiven Zeit nahm Dienes noch rege am Fußballgeschehen teil. Zu letzt ließ er sich manchmal von Bekannten zu den Heimspielen des SSV fahren.
Das letzte Mal im Blick der Öffentlichkeit stand Dienes, als er im Herbst vergangenen Jahres bei einer von der OVZ veranstalteten Wahl in die Jahrhundertmannschaft des Oberbergischen Kreises gewählt wurde. Bei einem Treffen der Mannschaft im November 2008 merkte man Dienes die schwere Krankheit zwar an, nichtsdestotrotz ließ Dienes seine immer noch vorhandene Liebe zum Fußball mit einer Vielzahl von Anekdoten aus seiner aktiven Zeit erkennen, und genoss sichtlich die Anerkennung der von Fachleuten erfolgten Wahl zum besten Torwart.
Ein Votum, was unwidersprochen bleiben wird!
Rolf Dienes verstarb am 18. April 2009 in Gummersbach